Das Chinderhuus Surbtal betreut rund 40 Kinder – über 20 Kinder sind auf der Warteliste

Kinderkrippenplätze sind begehrt. Auch das Chinderhuus Surbtal hat eine lange Warteliste. Die 13 zur Verfügung stehenden Plätze teilen sich im Moment rund 40 Kinder von vier Monaten bis neun Jahren, wobei die Älteren nur zwischen den Schulstunden hier ihr zweites Zuhause haben.

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Chinderhuus Baden

Chinderhuus Baden

Aargauer Zeitung

ANNEMARIE PELIKAN
«Es sind meist Kinder, welche schon seit dem Babyalter 2 bis 3 Tage hier verbringen», erklärt Cornelia Willuweit. Die gebürtige Österreicherin wohnt mit ihrer Familie in Habsburg und hat in diesem Jahr die Leitung der Kinderkrippe übernommen. Die Bisherige Claudia Birrer, welche seit November 2007 das Chinderhuus leitete, hat selber eine Familie gegründet und möchte die Zeit haben, ihre kleine Tochter zu geniessen.

Nach Montessoris Methode
Cornelia Willuweit ist zwar auch Mutter von zwei, drei und fünf Jahre alten Buben, doch diese seien in der Montessoritagesstätte Brugg gut aufgehoben, betont sie. Sie selber hat Erziehungswissenschaften studiert und zusätzliche Ausbildungen in Richtung Kinderbetreuung nach der Methode Montessori gemacht. Im Team in der Krippe selber fühlt sie sich wohl. «Das Haus ist zwar nicht gross, aber sehr familiär und gemütlich», sagt sie. Natürlich sei die Nachfrage auch bei ihnen gross, rund 20 Kinder würden auf der Warteliste stehen, doch das Potenzial sei ausgeschöpft.

«Klar wäre es toll, wenn wir ein zweites «Kinderhaus» einrichten könnten, um alle Kinder aufzunehmen, und um Mütter zu entlasten, welche arbeiten müssen oder möchten. Doch der neue Raum sollte aus organisatorischen Gründen ganz in der Nähe sein», betont sie. «Hier betreuen wir die Kinder getrennt in einer Babygruppe und einer mit den Grösseren. Zum Mittagstisch kommen auch immer etwa vier bis fünf Kinder vom Kindergarten.» So sitzen oft bis zu 23 hungrige Mäuler am Tisch und werden von Köchin Silke Zeng im Rahmen des Budgets verwöhnt.

Neben Willuweit betreuen Brigitte Mazenauer, Rachel Eichenberger und Deborah Schmidthalter als gelernte Kleinkinderzieherinnen die Tagesgäste, unterstützt werden sie von den Lehrfrauen Shpresa Berisha und Alexandra Steinger, wie den Praktikantinnen Claudia de Francesco und Stefanie Bamberger. Sabine Schatzmann und Sonja Kägi helfen bei Engpässen und in Ferienzeiten aus. Sie kommen auch bei Tagesausflügen oder langen Spaziergängen in den Wald zum Einsatz. Im Vorraum hängen die Fotos der jeweiligen Tageskinder, in drei Gruppen aufgeteilt. «So kann beim Ankommen jedes sehen, wer heute sein Geschwisterchen ist», sagt Willuweit.

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