Urdorf
Das Volk entscheidet über das Zentrum Spitzacker

Die kommende Gemeindeversammlung von nächstem Mittwoch wird unter anderem über zwei private Gestaltungspläne befinden, von denen sich derjenige für das Zentrum Spitzacker abhebt.

Flavio Fuoli
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... Pläne dafür gibt es bereits. Visualisierung

... Pläne dafür gibt es bereits. Visualisierung

Limmattaler Zeitung

«Es ist eine wichtige Vorlage für uns», kommentierte gestern anlässlich einer Presseorientierung Urdorfs Bauvorstand Christian Brandenberger die Situation beim Zentrum Spitzacker. «Es ist nach 20 Jahren nicht mehr modern, hat Mühe mit den Umsatzzahlen, und verschiedene Läden sind leer.»

Dem will die Migros-Pensionskasse als Eigentümerin mit einer Vorwärtsstrategie begegnen. Anstatt die Liegenschaft zu verkaufen will sie die bisherigen Gebäude sanieren und umgestalten. Dazu will sie das Zentrum auf dem rund 2000 Quadratmeter grossen Spitzackerplatz erweitern.

Dieser befindet sich im Besitz der Gemeinde und würde im Falle einer Annahme des Gestaltungsplans verkauft werden, wie Brandenberger weiter ausführte. Das Siegerprojekt aus einem Architekturwettbewerb von Sommer 2010 lässt sich nicht mit den Zonenvorschriften realisieren, weshalb der private Gestaltungsplan zur Anwendung kommt.

«Für uns bedeutet dieses Projekt auch eine Erhöhung der Standortattraktivität. Es wird kein Rieseneinkaufszentrum geben, doch es wird die Dinge des täglichen Bedarfs und einiges mehr anbieten können», denkt der Bauvorstand. Hinzu kämen 35 neue Wohnungen. Die neuen Bauten würden nicht höher werden als die bisherigen, verspricht Christian Brandenberger.

Liegenschaft der Familie Grob

Beim zweiten Gestaltungsplan «Uitikonerweg 13» geht es um die ehemalige Bauernliegenschaften der Familie Grob. Hier sollen die bestehenden zwei Wohnhäuser lediglich saniert und anstelle einer Scheune eine neue Wohnbaute errichtet werden. Brandenberger betont, der Gestaltungsplan habe nichts mit der Ausnützung zu tun, sie entspreche der Regelbauweise. Er soll lediglich den Zusatzbau ermöglichen. Insgesamt werden 16 Wohnungen gebaut.

Neue Kita-Verordnung vors Volk

Urdorf wolle eine kinderfreundliche Gemeinde sein, wo Familie und Beruf unter einen Hut gebracht werden können, erklärte gestern Sozialvorsteherin Barbara Meerwein. Deshalb wolle man das heutige Angebot von 20 Plätzen im Kinderhaus, 17 in der privaten Krippe Huetiberg und acht Tagesfamilien auf mittelfristig total 45 Krippenplätze und 28 Tagesfamilienplätze erweitern. Deshalb will man an die berechtigten Eltern Betreuungsgutscheine je nach Einkommen verteilen und somit von der Objekt- (Krippe) zur Subjektfinanzierung (Eltern) übergehen. Dies Kosten steigen hiefür von bisher 480000 Franken im Jahr auf 490000 Franken. «Wir erwarten, dass private Krippenanbieter auf den Markt kommen werden», denkt Meerwein.

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