Ukraine
Die Macht ist nicht mit ihm: «Darth Vader» darf nicht zur Präsidentenwahl antreten

Er ist der skurrilste Politiker der Ukraine: Darth Vader von der ukrainischen Internet Partei. Er sagt: «Ich werde die Ukraine übernehmen» und nicht wenige Wähler würden für ihn stimmen. Doch der dunkle Lord darf nicht als Präsident kandidieren.

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Darth Vader hätte bei der Bevölkerung durchaus Sympathien: Seine Internet-Partei machte bei der Parlamentswahl 2012 inoffiziell 3 Prozent der Stimmen.
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Darth Vader, begleitet von seinem haarigen «Diener» Wookie.
Darth Vader und seine Gefährten vor dem Gebäude der zentralen Wahlkommission in Kiew.
Darth Vader, der offizielle Kandidat der ukrainischen Internet-Partei, wurde nicht zu den Präsidentschaftswahlen zugelassen.
Das Alter und der richtige Name von Darth Vader sind unbekannt.
Darth Vader und Wookie.

Darth Vader hätte bei der Bevölkerung durchaus Sympathien: Seine Internet-Partei machte bei der Parlamentswahl 2012 inoffiziell 3 Prozent der Stimmen.

Keystone

Er nennt sich «Dath Vader», wie der Bösewicht in der «Krieg der Sterne»-Saga, und will für die ukrainische Internet-Partei (UIP) zur Präsidentschaftswahl antreten. Aber: Die zentrale Wahlkommission in Kiew hat seine Kandidatur abgelehnt. Begründung: Die eingereichten Dokumente seien unvollständig.

Der Mann, der stets im kompletten Darth Vader Kostüm auftritt und dessen Namen und Alter unbekannt sind, hat schon beträchtliche Bekanntheit erlangt. Bei den Maidan-Protesten kämpfte er «an der Front gegen die Sicherheitskräfte», wie er in Odessa gegenüber «Bild.de» sagt.

Mit Roboter gegen Korruption

Auch einen Plan, wie er die Ukraine retten will hat er schon: «Wir brauchen Roboter zur Korruptionsbekämpfung und freies Internet im ganzen Land. Wir sollten die Menschen in den Ämtern komplett durch Roboter ersetzen, so gibt es keine Tricks mehr bei den Dokumenten.» Und weiter: «Nur ich allein kann aus einer Republik ein Imperium machen und alten Ruhm zurückbringen.»

Für die Leute scheint Darth Vader eine echte Alternative zu den etablierten Politiker zu sein. So sagt auch der 19-jährige Alexander zu «Bild.de»: «Wir können doch in der Ukraine keinen einzigen Politiker ernst nehmen, sie werden uns wieder betrügen. Da gebe ich meine Stimme lieber einem, der von Anfang an klar macht, dass er es nicht ernst meint.»

Immerhin hat seine UIP gemäss «Russia Today» bei den Parlamentswahlen 2012, zu der sie nicht zugelassen wurde, nach inoffizieller Rechnung rund 3 Prozent der Stimmen gemacht. (rhe)

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