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Die Nachfrage wird immer grösser

Die Klinik Bethesda Tschugg, die zu den führenden Zentren der Neurorehabilitation, Parkinson und Epileptologie gehört, hat ihr Bettenangebot im modernen Parkinson-Zentrum auf 23 erhöht.

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Tschugg

Tschugg

az Langenthaler Tagblatt

Tildy Schmid

Auch ein idyllisch gelegenes Behandlungszentrum wie die Klinik Bethesda, Tschugg, kann nicht über den Kummer und die Angst der Betroffenen und ihrer Angehörigen hinwegtäuschen, wenn die Diagnose «Parkinson» lautet. «Das Schicksal der Patienten ist schwierig», weiss der Chefarzt und Medizinische Direktor der Klinik, Fabio Baronti.

«Wir begegnen der Not nicht nur mit dem Finden einer individuellen Medikamentenkombination und dem Trainieren der Bewegungs- und Koordinationsfähigkeit, sondern ebenso mit einer positiven, Mutmachenden Einstellung.» Zweifellos trage die schöne Lage der am Fusse des «Jolimont», zwischen Bieler-, Murten- und Neuenburgersee liegenden Klinik aber zur Genesung bei.

Aerztliche Kompetenz

Schleichend langsam beginnt die perfide neurologische Parkinson-Erkrankung mit Befindlichkeitsstörungen, die erst nach und nach an Kontur gewinnen. «Unsere Arbeit dreht sich um den Patienten, dem wir beste Aussichten, medizinisch, menschlich und nicht zuletzt landschaftlich bieten», so Parkinson-Spezialist Fabio Baronti. Der Rundgang über das Gelände zeigt die zart gelb farbene Klinik mit dem erweiterten Parkinson-Zentrum im Bernischen Seeland, umgeben vom Grün der Rebberge, Wiesen und Bäume, einzig begrenzt durch das Alpenpanorama.

National und international anerkannte Ärzte, gestützt durch erfahrene Mitarbeiter in Pflege und Therapie, gewährleisten gute Resultate für einen stabilisierenden Behandlungserfolg. Aufgrund der heutigen Lebenserwartung muss «Parkinson» zunehmend diagnostiziert werden. So ist die Zahl der zu behandelnden Patientinnen und Patienten um 80 Prozent höher als im Jahre 2001.

Der Mensch im Mittelpunkt

Pionierarbeit leistete die Klinik Bethesda, als sie anno 1998 das erste Parkinson-Zentrum der Schweiz (mit zehn Betten), eröffnete. «Wir sind überzeugt, dass es für bestimmte Krankheiten hoch spezialisierte Leistungen braucht», erklärt Chefarzt Baronti. Daher stehe in jedem Klinikbereich der Mensch im Mittelpunkt. Erst die individuelle und ganzheitliche Betreuung schaffe die Grundlage für einen optimalen Behandlungserfolg.

Parkinson Schweiz

Zurzeit gibt es schweizweit 64 Selbsthilfegruppen. Solothurn: Walter Haldemann, Moosweg 20, 4556 Aeschi, Tel. 062 961 51 84, heinz.schlaefli@bluewin.ch Gruppen für jüngere Patienten und Angehörige Grenchen: Heidi Grolimund, Solothurnerstrasse 106, 2540 Grenchen, Tel. 032 652 67 09, h.b.groli@bluewin.ch Neu ist die Selbst-Checkliste für Früherkennung bei Parkinson Schweiz. Soforthilfe: Parkinfon-Gratis-Hotline 0800 80 30 20 jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr. Mehr Infos
unter: www.parkinson.ch (ts)

Leben mit Parkinson

Das Konzept bewährte sich, doch die Wartefristen auf ein leeres Bett wurden immer länger. Jetzt hat die Klinik im Rahmen des Gesamtleistungsauftrages der Gesundheitsdirektion Kanton Bern die Bettenanzahl im Bereich Parkinson der Patientennachfrage angepasst. Nach einer Bauzeit von sechs Monaten hat das vergrösserte Parkinson-Zentrum seinen Betrieb nun aufgenommen. Die Erweiterung von zehn auf 23 Betten wird die dringend benötigte Kapazität sichern.

Aktuell und bedeutend ist auch die Parkinson-Tagesklinik, wo sich Patientinnen und Patienten stundenweise einfinden, um ihre Medikamente neu einstellen zu lassen. Besonders jüngere und beruflich aktive Patienten nutzen diese Möglichkeit vermehrt.

Klinik Bethesda, Neurorehabilitation, Parkinson-Zentrum, Epileptologie, 3233 Tschugg. Tel. 032 338 44 44.

Infos: www.klinik-bethesda.ch

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