Die Reformierte Kirche bleibt im Dunkeln

Ausgerechnet zu Beginn des Jubiläumsjahres bleibt die Reformierte Kirche in Frick unbeleuchtet. Der Grund: Durch eine bisher unbekannte Täterschaft wurde ein Scheinwerfer zerstört.

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Reformierte Kirche in Frick

Reformierte Kirche in Frick

Aargauer Zeitung

Werner Hostettler

Sie wurde am 3. Juli 1910 festlich eingeweiht, kann also dieses Jahr einen stolzen Geburtstag feiern, die Reformierte Kirche in Frick. Grund genug, das Gotteshaus im festlichen Scheinwerferlicht erstrahlen zu lassen. Doch seit einigen Tagen fragen sich zahlreiche Frickerinnen und Fricker, warum dies ausgerechnet zu Beginn des Jubiläumsjahres nicht der Fall ist und die Kirche nicht wie gewohnt hell erleuchtet von oberhalb der Mühlehalde ins Land hinaus grüsst.

Der Grund dieser «dunklen Phase» ist alles andere als erfreulich, musste doch die Kirchenpflege bei der Kantonspolizei eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung erstatten. In der Nacht von Samstag, 2. Januar auf Sonntag 3. Januar 2010 wurde nämlich nicht nur ein Wegweiser demoliert, sondern auch ein Scheinwerfer zerstört. Der dadurch entstandene Sachschaden wird von der Kirchenpflege als «erheblich» bezeichnet. Der Annahme, es könne sich um eine gezielte Aktion gehandelt haben, widerspricht sowohl die Kirchenpflege als auch die Polizei. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Nachtbubenstreich handelt. Die Kantonspolizei Frick (Telefon 062 871 13 33) hat einen Zeugenaufruf erlassen und bittet die Bevölkerung, ihr Beobachtungen zu melden.

«Tendenz rückläufig»

Vor einigen Tagen musste in Frick eine weitere Strafanzeige wegen Sachbeschädigung im Bereich der Schulanlagen erstattet werden. In diesem Fall stellte sich der Täter selbst und er zeigte sich auch bereit, den Schaden wieder gutzumachen. Wie andere Fricktaler Gemeinden, sieht sich also auch Frick in mehr oder weniger regelmässigen Abständen mit Vandalismus konfrontiert. Insgesamt betrachtet spricht Gemeindeschreiber Heinz Schmid gegenüber der AZ von abereiner «rückläufigen Tendenz»: «Hauptgrund dieser als doch sehr erfreulich zu bezeichnenden Entwicklung ist ganz klar die verstärkte Präsenz unserer Regionalpolizei.» Ihrem Motto «Sicherheit für unsere Region» nach lebend, ist es denn auch eines der erklärten Ziele der Polizei Oberes Fricktal, die präventive Patrouillentätigkeit im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten zu erhöhen.

Sachbeschädigungen wie diejenige bei der Reformierten Kirche Frick sind weder «voll geil» noch «mega cool» und sie haben auch nichts mit «Fun» zu tun, vielmehr mit Unsinnigkeit, so das Polizeikonkordat Nordwestschweiz, dem auch die Kantonspolizei Aargau angeschlossen ist. Mit seiner Präventions-Broschüre «Vandalismus muss nicht sein» will das Konkordat nicht nur zur Diskussion anregen, sondern auch dazu beitragen, dass sich die Täter der Folgen ihres Tuns bewusst werden. Und auch in diesem Bereich gelte: Der Weg zur Polizei ist nie weiter als bis zum nächsten Telefon.

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