Turgi spinnt
Die spinnen, die Turgemer

Turgi spinnt, Turgi hat nicht alle Tassen im Schrank, Turgi hat nicht mehr alle Tomaten im Salat. Im Dorf am Wasserschloss herrscht dieses Wochenende Ausnahmezustand.

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Die spinnen, die Turgemer_2

Die spinnen, die Turgemer_2

Philippe Neidhart

Philippe Neidhart

«Spinnen Sie mit!» Mit diesen Worten eröffnete Gemeindeammann Theo Wenger das 125-Jahr-Jubiläum von Turgi. Er erklärte den geladenen Gästen und Schaulustigen das Festgelände und dankte für das enorme Engagement der beteiligten Vereine und Gruppen.

Ehrengast und Regierungsrat Urs Hofmann ergriff das Wort und erzählte einiges über die bewegte Geschichte des Dorfes. Wer hätte gewusst, dass Turgi einst eine eigene «Zeitzone» besass? Diese wurde von Fabrikbesitzern eingeführt und richtete sich nach dem Sonnenstand. Erst um 1850 forderte der damalige Regierungsrat die Gemeinde auf, die Zeit der Badener Bahnhofuhr anzugleichen. Gemeindeammann Marlene Koller aus Untersiggenthal und Gebenstorfs Ammann Roger Haudenschild übergaben anschliessend der Gemeinde Turgi einen Holzpilz als symbolischen Gutschein für Holzspielzeug aus dem Siggenthaler Wald.

Umzug und Feuershow

Nach der Eröffnungsrede folgte ein Kinderumzug durch die Bahnhofstrasse. Hexen, Römer und Ritter zogen die Blicke der begeisterten Eltern auf sich. Danach verteilte sich das anwesende Volk auf die zahlreichen Bars und Festzelte und die «Spinnerei» nahm ihren Lauf.

Nach dem Eindunkeln bot die Artistengruppe «Baden Brennt» eine Feuershow und in diversen Bars und Zelten wurde Livemusik angestimmt. Jäh unterbrochen wurde das festliche Treiben durch einsetzenden Regen am späteren Abend. Trotzdem ist der Auftakt gelungen und die Besucher können sich auf ein festliches Wochenende voller «Spinnereien» freuen.

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