Schule

«Eine aussergewöhnliche Situation»

© Limmattaler Zeitung

Wegen einer Klassenoptimierung werden Schüler aus der Fahrweid im Dorf Weiningen eingeschult.

Zu viele Kinder im einen Schulhaus, zu wenige im anderen – die beiden Primarschulgemeinden Weiningen und Oetwil-Geroldswil sind auf das kommende Schuljahr 2011/12 mit einer aussergewöhnlichen Situation konfrontiert. Es zeichnet sich ab, dass das Schulhaus Fahrweid zu viele Kinder für eine einzige 1.Klasse haben wird. Eine völlig andere Ausgangslage zeigt sich in Weiningen-Dorf. Hier hat es auf das neue Schuljahr hin zu wenige Kinder für eine reguläre 1.Klasse. Beide Situationen – die in der Fahrweid wie auch die in Weiningen-Dorf – wären für die Kinder wie auch für die Lehrpersonen nicht optimal.

Die Lösung: Sieben Kinder aus der Fahrweid-Weiningen werden im Schulhaus Schlüechti, das sich in Weiningen-Dorf befindet, eingeschult. Das haben die Primarschulpflegen der Gemeinden Weiningen und Oetwil-Geroldswil im Rahmen einer Klassenoptimierung beschlossen. Das gemeinsame Vorgehen der beiden Schulgemeinden ist darin begründet, dass sich das Schulhaus Fahrweid auf Geroldswiler Boden befindet und deshalb durch die Primarschule Oetwil-Geroldswil geleitet wird.

Zahl der Kinder wird zunehmen

Generell ist zwischen den beiden Schulgemeinden mittels eines Vertrages geregelt, dass die Schüler aus dem Weininger Teil der Fahrweid die 1. bis 6.Klasse im Schulhaus Fahrweid besuchen. Für die sieben Schüler wird das nun anders sein. Denn nur durch die Klassenoptimierung, schreiben die Schulpflegen in einer gemeinsamen Mitteilung, sei es möglich, eigenständige 1.Klassen mit optimalen Schülerzahlen zu führen und damit den Kindern geeignete Voraussetzungen für einen guten Start und eine erfolgreiche und fröhliche Schulzeit zu bieten.

«Das ist tatsächlich eine ausserordentliche Situation», sagt Ursula Hintermeister, Präsidentin der Primarschule Weiningen. Die Tendenzen für die Schülerzahlen in den nächsten fünf Jahren weisen nämlich in eine andere Richtung. «Aufgrund der uns vorliegenden Geburtenraten können wir davon ausgehen, dass die Schülerzahlen im Schulhaus Schlüechti wieder zunehmen werden, die Klassen also eher wieder grösser werden», erklärt sie.

Es freue sie aber, so Hintermeister, dass man zusammen mit der Primarschule Oetwil-Geroldswil auf unkomplizierte Art eine für alle befriedigende Lösung gefunden habe. «Die betroffenen Kinder werden von einem Bus abgeholt, über Mittag nach Hause und wieder in die Schule gebracht», hält Hintermeister fest. Die Eltern seien bereits informiert. Im März stehe die Schulpflege aber im Rahmen einer Informationsveranstaltung für weitere Fragen Red und Antwort. «Der Fahrdienst wird von der Schule zur Verfügung gestellt», erklärt die Schulpräsidentin.

Kinder sind speziell ausgewählt

Bei der Wahl der Kinder, so Hintermeister weiter, habe man darauf geachtet, dass keine Eltern betroffen seien, die bereits ein Kind im Schulhaus Fahrweid hätten. «Zudem haben wir auch die Wohnlage in unsere Überlegungen einfliessen lassen. Es macht kein Sinn, dass Schüler, die direkt neben dem Schulhaus Fahrweid wohnen nun in Weiningen zur Schule müssten», hält sie fest.

Von Vorteil ist die Lösung aber auch für die Schule selbst, wie Hintermeister erklärt. «Durch die Optimierung können wir eine 100-Prozent-Lehrstelle beibehalten, was beim heutigen Lehrermangel ein grosser Gewinn ist.»

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