Gestaltungsplan

Gestaltungsplan – und ab 2010 bauen

Die OVA-Industriebrache in Affoltern: Hotel, Gewerbebauten, Wohnungen und Pflegeheim werden ab nächstem Jahr realisiert. (Bild Werner Schneiter)

OVA-Industriebrache

Die OVA-Industriebrache in Affoltern: Hotel, Gewerbebauten, Wohnungen und Pflegeheim werden ab nächstem Jahr realisiert. (Bild Werner Schneiter)

An der Gemeindeversammlung vom 21. September 2009 wird über den Gestaltungsplan des OVA-Areals in Affoltern abgestimmt. Eine Einwendung ist eingegangen. Investor Hess hofft, noch in diesem Jahr das Baugesuch für Hotel, Gewerbebauten, Pflegewohnungen und Wohnungen einreichen zu können.

Von Werner Schneiter

Die Einwendung gegen den Gestaltungsplan betrifft unter anderem Verkehrsregime und Zufahrt. Sie wird nun behandelt, und am 21. September haben die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung Gelegenheit, über diesen Gestaltungsplan zu befinden - dies nachdem er vom Kanton ebenfalls geprüft worden ist. Er gibt dem Investor Rechtssicherheit und ermöglicht die entsprechende Baueingabe.

«Wir hoffen, dass wir das Baugesuch noch in diesem Jahr einreichen und allenfalls noch vor Ablauf der Planungszone im Juli 2010 mit der Realisierung beginnen können», sagt Klaus Morlock, Immobilienleiter der Hess Immobilien AG, die rund 70 Mio. Franken ins OVA-Areal investiert.

Hotel: Franchising-Lizenz

Auf dem gut 20 000 Quadratmeter grossen Areal der ehemaligen «Moschti» werden neben Wohnungen und Gewerbebauten auch Pflegewohnungen und ein Hotel realisiert. Das Hotelprojekt beinhaltet 100 Zimmer, die - um in den Renditebereich zu kommen - mindesten zu 60 bis 65 Prozent ausgelastet sein müssen. «Ohne die Anbindung an die A4 wäre das wohl problematisch», mutmasst Klaus Morlock.

Er spricht von einem günstigen Zwei- bis Dreisterne-Hotel mit Zimmerpreisen von 100 bis 150 Franken. Die Hess Immobilien verhandeln derzeit mit einem sogenannten Franchise-Geber, der mit einer Hotelkette einen Betreiber-Vertrag abschliessen wird. Welcher Franchise-Geber und welche Hotelkette Betreiberin sein wird, wollte Morlock noch nicht verraten. «In wenigen Wochen wird es soweit sein.

Nach unserer Auffassung ist es aber eine starke Marke», fügt er bei. Dann ist auch klar, in welche Richtung es gehen wird, ob ein Restaurant angehängt und wie gross die geplanten Seminarräume sein werden. Morlock: «Will der Lizenz-Inhaber kein Restaurant, so bauen wir es. Platz dafür ist ja vorhanden.» Der Hess-Immobilienleiter glaubt auch, dass Potenzial für Seminarräume mit 50 bis 100 Plätzen vorhanden ist.

Geplant ist das Hotel auf dem östlichen Teil des OVA-Areals. Vielleicht muss der Investor von der ursprünglich geplanten Höhe von 30 auf 25 Meter zurück. Die anderen Geschosshöhen sind 15,5 und 16,5 Meter. «Wir wollen das Areal etappenweise bebauen», sagt Klaus Morlock, der mit Blick auf die Wirtschaftskrise, die ja die Immobilien einschliesst, nun eigentlich froh ist, dass sich das Vorhaben wegen der Planungszone etwas verzögert.

Pflegeheimkonzept: Überarbeitung

70% Gewerbe, 30% Wohnen - das ist die Vorgabe für die Bebauung des OVA-Areals. Neben 55 Wohnungen im hinteren und den Gewerbebauten im vorderen Bereich plant Hess auch ein Pflegeheim, das auf privater Basis betrieben werden soll. Nachdem sich ein Interessent zurückgezogen hat, mussten vorhandene Studien überarbeitet werden.

Der Mietvertrag mit dem früheren Interessenten bildet aber dennoch eine Grundlage für Verhandlungen mit dem wahrscheinlich neuen Betreiber des Pflegeheims. Abklärungen über die Art der Angebotsstruktur laufen. Auch hier will der Investor im Kürze Ergebnisse präsentieren.

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