Ein neues Holz-Heizkraftwerk in Würenlingen soll Strom und Heizenergie erzeugen. Als Bauherrin ist die Tegra Betriebs AG für das 100-Millionen-Vorhaben im südlichen Teil des Werkhofs der Firma Granella AG zuständig. Bis 13. Mai liegt das Baugesuch auf.

Ist der Wandel zu verantworten?

Geplant ist, die Wärme aus jährlich rund 100 000 Tonnen Holz in das Fernwärmenetz der Refuna einzuspeisen. «Diese Sachlage wirft einige Fragen auf», schreiben die Refuna-Wärmebezüger Rolf Frei, Georg Schneider, Regula Schneider Frei und Claudius Fischer aus Würenlingen in einem offenen Brief an die Refuna AG. Konkret: «Die Refuna AG macht für ihr Produkt Werbung. An erster Stelle wirbt sie für eine saubere, CO2- und feinstaubfreie Energie.»

Die Verbrennung von 100 000 Tonnen Holz verursache eine Menge CO2 - Stichwort Lastwagentransporte - sowie eine Menge Feinstaub, Abgase und zusätzliche Lärmimmissionen. Die besorgten Refuna-Wärmebezüger stellen folgende Fragen: «Wie verantwortet die Refuna AG diesen Wandel der Art der Wärmeproduktion gegenüber ihren Kunden? Plant die Refuna AG einen Netzausbau?»

Höhere Kosten für Heizenergie?

Mit dem Holz-Heizkraftwerk, so führen die Würenlinger aus, wäre es möglich, zu den rund 2400 Refuna-Anschlüssen zusätzliche 12 000 Anschlüsse zu realisieren. «Wie hoch wird der Wärmeverlust werden bei einem erweiterten Refuna-Netz?», fragen sie sich. Und: «Wer trägt die Kosten für eine allfällige Erweiterung des Netzes? Muss sich die Firma Tegra ins bestehende Netz einkaufen?»

Der Einkauf der Wärme aus dem Holz-Heizkraftwerk, davon sind die vier Wärmebezüger überzeugt, werde die Kosten in die Höhe treiben. «Wie viel werden die Kosten für den einzelnen Wärmebezüger im Durchschnitt steigen? Kann der Fernwärmebezüger der Refuna AG zwischen den verschiedenen Wärmeproduktionsarten auswählen? Mit wie viel finanzieller Unterstützung vonseiten der NOK/Axpo darf die Refuna AG rechnen?», lauten die Fragen. Die Wärmebezüger halten klar fest: «Eine öffentliche Stellungnahme seitens der Refuna AG wäre nötig.» (mhu)