Frick

«Ich kenne auch die Fairways, nicht nur die Kleeblätter»

Ein goldener Golfball zum Eröffnungsabschlag durch Platzbesitzer Heiner Herzog.

Golf

Ein goldener Golfball zum Eröffnungsabschlag durch Platzbesitzer Heiner Herzog.

Mit der Aussage «Ich kenne auch die Fairways, nicht nur die Kleeblätter», schaffte sich der neue Erziehungsdirektor Alex Hürzeler einen lockeren Einstieg zur Eröffnung des Golfplatzes in Frick. Gleichzeitig outete er sich als passionierter Golfer.

Geri Hirt

Er sei einer jener Golfer, die damals aus Mangel an heimatlichen Golfplätzen über die Grenze hinaus ausgewichen seien, bekannte Regierungsrat Alex Hürzeler, für den der Auftritt in Frick gleichsam ein Heimspiel bedeutete. Er spiele jedoch ab und zu auch auf heimischen Plätzen.

Für die auf 9 Loch erweiterte Fricker Golfanlage verspüre er eine grosse Sympathie, insbesondere eine enorme Wertschätzung gegenüber dem Engagement der Besitzerfamilie Herzog. «Ich bewundere den Unternehmergeist dieser Familie, die sich ein wichtiges Standbein zu ihrem ursprünglichen Landwirtschaftsbetrieb geschaffen hat. So sollte es in der Wirtschaft und in der Landwirtschaft sein!», sagte Hürzeler. Dies sei zudem ein freudiger Tag für den Golfsport im Aargau und die Positionierung des Kantons als Wellness- und Fitness-Kanton.

Mit einem Seitenblick auf die anwesenden Gemeinderäte von Hornussen, die allesamt per Ende Jahr amtsmüde werden, meinte Hürzeler scherzend: «Offenbar wollen sich die Gemeinderäte entlasten, um Zeit für das Golfspiel zu haben.»

«Golf ist einzigartig», erläuterte der Präsident der Association Suisse de Golf (ASG), Louis Balthasar, «weil dieser Sport auf Augenhöhe von Profis und Amateuren und generationenübergreifend gespielt werden kann.» Balthasar verwies auf die Tatsache, dass Golf zu den am schnellsten wachsenden Sportarten gehört.

So habe sich in der Schweiz im Zeitraum von 15 Jahren die Zahl der Golfplätze verdoppelt, diejenige der Mitglieder gar verdreifacht. Das Motto «Erleben und geniessen» treffe insbesondere auf diese herausragende Fricktaler Anlage zu.

Die Leute meinten, der Golfplatz Frick sei eine reine Fricker Angelegenheit, wehrte sich Gemeindeammann Bruno Häusermann aus Hornussen: «Der grösste Teil der Anlage befindet sich jedoch auf Hornusser Boden, und da sind wir schon ein bisschen stolz darauf.» Die Bevölkerung stehe hinter dem Golfplatz. «Es hat nie Widerstand gegen das Projekt gegeben, was besonders erwähnenswert ist in einer Zeit, da man oft gegen alles ist.»

Der Gemeindeammann lobte den Mut und die unternehmerische Weitsicht der Familie Herzog, «die eine wunderschöne Anlage in einer ebenso schönen Landschaft geschaffen hat.»

Die Erweiterung der Golfanlage von 6 auf 9 Loch bezeichnete auch Architekt John Silver als mutigen Schritt. Die im Zusammenhang mit der Projektrealisierung geschaffenen ökologischen Flächen in der Grössenordnung von 6,5 Hektaren seien «ein Geschenk an die Natur». Silver wies darauf hin, dass nur beste Materialien, so der beste Rasen, verwendet wurden: «Golfer haben jetzt absolut keine Ausrede mehr.»

Lobende Worte fand auch der Präsident des Golfklubs Fricktal, Michael Buik: «Die Anlage fügt sich hervorragend in die Juralandschaft ein und fordert den Spieler auf höchstem Niveau heraus.» Trotz diesen vielen Lobesworten blieb der Besitzer der Anlage, Heiner Herzog, cool. Für den engagierten Macher und Unternehmer war die Einweihung des Platzes schlicht «ein spezieller Abend».

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