Brugg
«Im Domino z Huse cha me huse»

Mit einem Tag der offenen Tür, mit Musik und Festivitäten – und natürlich einem offiziellen Teil – hat die Stiftung für Behinderte Region Brugg-Windisch am Samstag das 10-Jahr-Jubiläum des Wohnheims Domino in Hausen gefeiert.

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Domino

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Aargauer Zeitung

Louis Probst

«Ich wohne von Anfang an im Domino», erklärt der freundliche Mann mit der Dächlikappe und der Umhängetasche, der bei der Begrüssung unter den eintreffenden Gästen die Runde macht. «Ich habe daher heute ebenfalls Geburtstag. Mir gefällt es sehr gut hier im Domino.» Und mit Begeisterung erzählt er von seiner aktiven Teilnahme an den Sportveranstaltungen für Menschen mit einer Behinderung . . .

Das Wohnheim Domino und seine Bewohnerinnen und Bewohner haben - wie das auch Brigitte Schnyder, die Frau Gemeindeammann von Hausen, in ihrer Ansprache feststellt - längst ihren Platz im Dorf gefunden. Das kommt spätestens am Samstagmorgen bei der offiziellen Feier des 10-Jahr-Jubiläums des Wohnheims zum Ausdruck.

Getragen von der Region

«Die 26 Fahnen der Gemeinden aus dem Bezirk Brugg, jener Gemeinden, die vor zehn und mehr Jahren ihre Beiträge für die Verwirklichung des Wohnheims Domino geleistet haben, sind für mich ein starkes Symbol dafür, dass die Stiftung und das Wohnheim Domino bei den Gemeinden Halt und Unterstützung finden», sagt Peter Müller, der Präsident der Stiftung für Behinderte Region Brugg-Windisch.

Und mit dem Motto des Jubiläums, «Mit Passion in die Zukunft», wünscht er an der offiziellen Geburtstagsfeier des Dominos - die von der Band Piani, Caruso and Friends musikalisch begleitet wird - den Mitarbeitenden im Wohnheim Glück und eben Passion für die Zukunft. Peter Müller: «Wir freuen uns, dass das Wohnheim so gut dasteht. Vor einem Jahr haben wir die neue Werkstatt Hausen eingeweiht. Damit ist das Ziel, dass Werkstatt und Wohnheim unserer Stiftung als Einheit wahrgenommen werden, nicht mehr eine Utopie.»

Update

Die Stiftung für Behinderte Region Brugg- Windisch hat sich die soziale und arbeitsmässige Eingliederung von Menschen mit einer Behinderung zur Aufgabe gemacht. Neben dem Wohnheim Domino in Hausen mit seinen 36 Wohnplätzen sowie Aussenwohngruppen für weitere 13 Personen bietet die Stiftung im Wohnheim und in den beiden Werkstätten in Windisch und in Hausen Arbeits-, Förder- und Beschäftigungsplätze für insgesamt 150 Menschen mit einer Behinderung.

Emil Inauen, der damalige Präsident der Domino-Baukommission, geht mit wohlgesetzten Versen auf die Geschichte und die Vorgeschichte des Wohnheims ein. Eines Wohnheims, das, wie er betont, nach innen und nach aussen offen ist, das zum Begriff geworden ist und das sich zu einem eigentlichen Kulturzentrum entwickelt hat. «Wir sind stolz auf das Domino», betont Emil Inauen. Und in Anlehnung auf den Wahlspruch der Gemeinde Hausen stellt er fest: «Im Domino z Huse cha me huse.»

«La vita e bella con passione»

«Vor zehn Jahren hat sich im Domino eine Welt zu entwickeln begonnen, die sich laufend innen und aussen weiterentwickelt», erklärt Heimleiter Domenico Curcio - auch er ein Mann der ersten Dominostunde. «Die Geschichte des Wohnheims Domino ist aber auch die Geschichte der Stückstrasse, der Gemeinde Hausen und der Region», stellt er fest. «Dank Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung ist es gelungen, im Domino Menschen mit einer Behinderung Lebensräume anzubieten. Die Geschichte des Domino zeigt aber auch auf, dass neben Passion - Leidenschaft - auch das Vertrauen unabdingbar ist. Dank diesem Vertrauen sind wir handlungsfähig geblieben.» Und mit Passion werde man für die Weiterführung des Werkes einstehen. «La vita e bella con passione», sagt Domenico Curcio und beschenkt die Jubilarinnen und Jubilare, die mit ihrem Wohnheim zehn Jahre Domino feiern dürfen, mit Blumensträussen.

«Eine Bereicherung für Hausen»

Nach zwei kurzen Ansprachen der Heimbewohnerinnen Monika Hari und Margrit Gloor, betont Frau Gemeindeammann Brigitte Schnyder: «Wir möchten das Domino nicht mehr missen. Es ist eine Bereicherung für unser Dorf.» Das Wohnheim Domino sei ein Haus, das seine Türen von Anfang an weit geöffnet habe und die Bevölkerung Anteil nehmen liess - auch am alltäglichen Leben. «Wir nutzen aber auch bei den verschiedensten Anlässen gerne die Angebote des Dominos», betont Brigitte Schnyder und dankt den Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnheims und allen, die sich für das Domino einsetzen.

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