Impfung im Kanton Aargau zuerst für Risikogruppen

Im Kanton Aargau können sich ab Mitte November Personen aus Risikogruppen gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Zuständig für die Impfungen sind Ärzte und Spitäler.

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Im Kanton Aargau können sich ab Mitte November Personen aus Risikogruppen gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Zuständig für die Impfungen sind Ärzte und Spitäler.

In der zweiten Novemberwoche liefert der Bund dem Kanton Aargau 18'000 Dosen des Impfstoffs Focetria (Novartis) und 45'500 Dosen des Impfstoffs Pandemrix (GSK), wie das Departement Gesundheit und Soziales mitteilt. Die Zulassung dieser beiden Impfstoffe ist in den vergangenen Tagen erfolgt.

Auf Grund der vergleichsweise bescheidenen Kontingente, die zum heutigen Zeitpunkt ausgeliefert und verteilt werden können, steht der Impfstoff in einer ersten Phase ausschliesslich den Risikogruppen zur Verfügung. Dies gilt sowohl für den Impfstoff Pandemrix als auch für den Impfstoff Focetria, wobei für letzteren keine weiteren Kontingente zu erwarten sind.

Sorgfältige Planung der Verteilung

Die Abgabe an niedergelassene Gynäkologen und Pädiater sowie Spitäler muss daher sorgfältig geplant werden. Damit wird sicher gestellt, dass alle Angehörigen von Risikogruppen im Alter von sechs Monaten bis achtzehn Jahre - insbesondere Schwangere sowie Kinder und Jugendliche mit Risikofaktoren - in den Genuss des Impfschutzes kommen.

Vom Impfstoff Pandemrix werden dem ersten Kontingent weitere Dosen verfügbar sein. Die erste Lieferung dieses Impfstoffs wird aber ebenfalls den Angehörigen von Risikogruppen - in diesem Fall jenen ab achtzehn Jahren - zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich um das Gesundheitspersonal (mit Patientenkontakt), Jugendliche, Erwachsene und Personen bis 64 Jahre mit chronischen Krankheiten sowie enge Kontaktpersonen im gleichen Haushalt.

Keine Zentren für Massenimpfung

Personen, die nicht den erwähnten Risikogruppen angehören, können sich später je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe impfen lassen.

Die Armeeapotheke liefert die Impfstoffe an den Kanton aus. Dieser verteilt sie in der Folge an Ärzte und Spitäler. Die Impfung für die pandemische Grippe (A)H1N1 erfolgt demnach ebenso über die niedergelassene Ärzteschaft wie jene für die saisonale Grippe.

Der Kanton Aargau verzichtet auf Zentren für die flächendeckende Massenimpfung der Bevölkerung. Die Planungen der Regionalen Führungsorgane liegen jedoch vor und können bei Bedarf jederzeit umgesetzt werden.

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