Kanton Zürich

Jetzt muss der Regierungsrat über die Bücher: Der Kantonsrat fordert eine externe Kostenkontrolle für die PJZ-Planung und erklärte gestern Montag ein entsprechendes Postulat für dringlich.

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Schallende Ohrfeige für den Regierungsrat

Schallende Ohrfeige für den Regierungsrat

«Ein Armutszeugnis»

FDP-Fraktionschef Thomas Vogel (Illnau-Effretikon) sagte namens seiner Partei: «Die Planung des Bauprojekts macht gelinde gesagt nicht den besten Eindruck. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Vorgehen des Regierungsrats seriös zu prüfen.» Die FDP fordere einen Vergleich der Baukosten mit der Privatwirtschaft. Besonders stuzig werden lasse ihn die Tatsache, dass Baudirektor Markus Kägi noch im Juni 2008 erklärte, er rechne nur mit geringfügigen Mehrkosten.

Auch die Ratslinke will der Regierung externe Aufpasser auf den Hals schicken. «Ein solches Prozedere ist zwar für den Regierungsrat ein Armutszeugnis, aber notwendig», sagte Markus Bischoff (AL, Zürich). Und auch Thomas Hardegger (SP, Rümlang) forderte Klarheit: Die Sozialdemokraten erwarten eine Reaktion des Regierungsrats. Die detaillierten Baukosten müssten jetzt publiziert werden und nicht erst im Sommer. Einen Seitenhieb richtete Hardegger an die FDP: «Die Freisinnigen preschen in dieser Sache vor, dabei ist es ihre ehemalige Regierungsrätin, die dafür verantwortlich ist.»

Einzig die SVP wehrte sich gegen das Postulat – und kritisierte ebenfalls die FDP. Hans-Heinrich Heusser (SVP, Seegräben): «Man versucht unserem Baudirektor Markus Kägi den Schwarzen Peter zuzuschieben, dabei liegt die Verantwortung bei Ex-FDP-Regierungsrätin Fierz.» Ein externes Gremium sei jetzt aber der falsche Weg: «Da wird die Verantwortung einfach abgeschoben.» (mz/pik/aen)

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