Kantonale Musiktage zum Jubiläum

An den Musiktagen wurde auch der «Rünenberger Preis» verliehen. Ins Leben gerufen wurde er 2007 vom MV Buckten, der damals ebenfalls 100 Jahre alt wurde.

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Heidi Schwarz

Vor zwei Jahren schenkte sich der Musikverein Buckten einen neuen Wettbewerb, der so neu dann aber auch wieder nicht war. «Es gab schon früher einen ähnlichen musikalischen Wettstreit», erinnert sich Christian Wernli. Doch die Buckter hätten es verstanden, den Wettbewerb neu und auch erfolgreich zu lancieren, sagt der Präsident des Musikverbandes beider Basel. Er ist glücklich über den «Buckter Preis». Die Organisatoren des letztjährigen Kantonalen Musiktages nannten ihn «Hölsteiner Preis» und zum 100. Geburtstag lud der MV Rünenberg am Samstag zum Auftakt des sonntäglichen Musiktages zum «Rünenberger Preis» ein.

Rangliste

Rünenberger Preis

Beste Gesamtleistung: 1. MV Buckten 192 Punkte; 2. Celebration Brass 188; 3. MV Sissach 186; 4. MV Muttenz 184; 5. BB Frenkendorf; 6. MV Bubendorf

Bestes Solostück: 1. Roger Leoni, MV Buckten; 2. Thierry Rau, MV Sissach; 3. Silas Brönnimann, BB Frenkendorf

Bester Marsch: MV Buckten, «Red and Black»
Bestes Konzert-Werk: Celebration Brass, «Celebration of Contemporary» (hes)

Musikpreis schliesst eine Lücke

Die Erfolgsgeschichte dieses Wettbewerbs wird weitergehen, sind Musikanten wie auch das Publikum sicher. «Dieser Musikpreis schliesst eine grosse Lücke», sagte beispielsweise Peter Günter vom MV Bubendorf. Sein Korps nahm in Rünenberg zum ersten Mal an diesem musikalischen Wetteifern teil. «Es tut gut, wieder einmal andere Musik spielen zu können», hoffte Günter auf einen Rang unter den besten zehn Korps.

Ein ambitiöses Ziel, denn in diesem Wettbewerb galt es auch in Rünenberg drei unterschiedliche Kompositionen zu spielen. «Der Wettbewerb stellt für alle Vereine eine echte Aufwertung dar», würdigt Jakob Gysin den dieses Jahr zum «Rünenberger Preis» mutierten Buckter Wettbewerb. «Es ist fast schon ein kleines ‹Kantonales›», stieg Thomas Wüthrich mit seinem MV Niederdorf (MVN) «topmotiviert in den Wettbewerb».

Viel Musik und eine neue Fahne

Sieben Bläser gründeten am

11. April 1909 den Musikverein Rünenberg. Zum Auftakt der Kantonalen Musiktage feierte die Dorfbevölkerung am Freitag «ihren Verein». Im Rahmen einer grossen Geburtstagsparty brachten die Dorfvereine dem Jubilar ein Ständchen dar, in dessen Mittelpunkt Musik und Sport standen. «Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen», verdankte Gemeindepräsidentin Astrid Buser dem MVR sein hundertjähriges Wirken für die Dorfgemeinschaft. Gleichzeitig freute sie sich, dass sich der MVR zu seinem Geburtstag den Kantonalen Musiktag 2009 schenkte. 35 Korps, so viele wie noch nie, machten Rünenberg für zwei Tage zum Mekka der Baselbieter Blasmusik. Der neue Musikverband beider Basel hat zudem eine neue Fahne erhalten, die am Samstag geweiht wurde. (hes)

Topmotiviert zeigte sich der MVN auch deswegen, weil sie seit zwei Monaten wieder einen Dirigenten haben. Charles Baus ist für den Dorfverein im Waldenburgertal der Hoffnungsträger.

Vereinspräsident Thomas Wüthrich ist überzeugt, dass sie am Rünenberger Preis einen weitaus besseren Platz gelandet wären, hätte sein Verein nur drei Wochen länger mit Baus proben können. «Dieser Wettbewerb ist für die Vereine nicht zuletzt eine gute Standortbestimmung», nannte OK-Präsident Hansueli Lüthi einen weiteren Vorteil des Wettbewerbs. Der Wettbewerb, der heuer in der Hauptkategorie von seinem Erfinder gewonnen wurde, gefällt auch dem Publikum. Allein schon die fast immer vollbesetzte Halle - und das während immerhin knapp zehn Stunden - rechtfertigt diese Aussage. «Hier wird Musik für das breite Publikum gespielt», zeigte sich ein junges Ehepaar aus dem Unterbaselbiet vom «immensen Querschnitt», der beim «Rünenberger Preis» gespielt wurde, begeistert.

Ein Wettbewerb fürs breite Publikum

Den Kantonalen Musiktagen mit dem eigentlichen Wettbewerb in der Form der Bewertungsvorträge aus der Sparte E-Musik erwächst mit dem «Buckter Preis» ernsthafte Konkurrenz, meinte ein frisch geehrter Musikveteran. «Die Wettbewerbsmusik tönt mit diesem Wettbewerb wieder für das breite Publikum.»

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