Transplantation

Mann kann dank geglückter doppelter Arm-Transplantation Velofahren

Ärzte sind zufrieden mit der Operation

Ärzte sind zufrieden mit der Operation

Ein Jahr nach der weltweit ersten Transplantation zweier kompletter Arme kann der Patient schon wieder Velo fahren. «Ich würde die Operation sofort wieder machen», sagte der 55-jährige Karl Merk vor den Medien im Spital Memmingen in Bayern.

Wie gut Merks Nervenzellen inzwischen in die neuen Arme eingewachsen sind, demonstrierte er durch mehrfaches Beugen beider Arme. Auch die Finger der linken Hand könne er schon ein wenig bewegen. "Mein grösster Traum ist, so selbstständig wie möglich zu werden." Er fiebere dem Moment entgegen, in dem er wieder etwas festhalten könne.

Ein Maishäcksler hatte dem Landwirt aus Westerheim in Bayern vor sieben Jahren beide Arme abgerissen. Im Juli 2008 hatte ihm ein Ärzteteam am Münchner Klinikum rechts der Isar in einer 15-stündigen Operation die Arme eines Toten transplantiert. Ein Jahr nach dem komplizierten Eingriff sind die Mediziner von den Fortschritten begeistert.

"Herr Merk ist viel weiter, als wir gedacht hätten", sagte der Leiter des Ärzteteams, Christoph Höhnke. Merk sei ein fantastischer Patient, der alle Höhen und Tiefen mitgetragen habe. Dreimal sei es zu Abstossungsreaktionen im Körper des Patienten gekommen. Zudem habe Merk eine schwere Lungenentzündung bekommen.

Merk hatte zu Hause heimlich auch schon wieder Velo fahren geübt. Dies gelang ihm ebenfalls bereits, wie Fotos belegten. Nach Angaben seiner Physiotherapeutin ist als nächster grosser Schritt geplant, Schwimmen zu gehen.

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