Parlament

«Mein Name ist Martullo!»: SVP-Nationalrätin will nicht Blocher heissen

Magdalena Martullo-Blocher in der Debatte um die Unternehmenssteuerreform III.

Magdalena Martullo-Blocher in der Debatte um die Unternehmenssteuerreform III.

Magdalena Martullo-Blocher stand im Mittwoch im Nationalrat Red und Antwort zur neuen Unternehmenssteuerreform. SP-Ratskollege Beat Jans leistete sich dabei einen kleinen Fehltritt und sprach sie mit «Frau Blocher» an.

Der Nationalrat debattierte am Mittwoch ausführlich über die neue Unternehmenssteuerreform. Die Linke kämpfte dabei vergeblich für eine volle und einheitliche Besteuerung von Dividenden. 

In der Debatte nahm der Basler SP-Nationalrat Beat Jans Ratskollegin Magdalena Martullo-Blocher (SVP/GR) als Beispiel. Seine Frage richtete er allerdings an «Frau Blocher». Die EMS-Chefin und Tochter von Christoph Blocher fiel ihm sogleich ins Wort und stellte klar: «Mein Name ist Martullo!»

Mein Name ist Martullo

Der Fauxpas brachte den Saal zum Lachen und den Basler kurz aus dem Konzept. Trotzdem wollte er von Martullo-Blocher wissen, weshalb diese von 96 Millionen Franken Dividende im letzten Jahr nur etwa die Hälfte versteuert habe. 

Unternehmer als Rückgrat der Gesellschaft dürften nicht weiter geschröpft werden erwiderte Martullo-Blocher und meinte: «Die Dividende, die sie sehen, ist eben nicht die Dividende, die ich erhalte.»

Neue Begünstigungen

Der Nationalrat hat am Mittwoch im Rahmen der Unternehmenssteuerreform III als Zweitrat zusätzliche Steuererleichterungen beschlossen. Er konnte die Beratung der Vorlage am Mittwoch zwar nicht abschliessen. Seine Steuererleichterungen gehen jedoch weit über die Beschlüsse des Ständerats hinaus. (cze/sda)

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