Kappel

Mit viel Einsatz die Brandkatastrophe in Kappel überwunden

Das im Mai niedergebrannte neue Wohnhaus beim Denner-Satellit in Kappel ist bereits wieder aufgebaut. (zvg.)

Denner Satellit Oberamt

Das im Mai niedergebrannte neue Wohnhaus beim Denner-Satellit in Kappel ist bereits wieder aufgebaut. (zvg.)

Fünf Monate nach dem Grossbrand steht der vom Feuer völlig zerstörte Neubau beim Denner-Satellit in Kappel wieder. Dieser Tage bezieht der erste Mieter seine neue Wohnung.

Fast hätte die Feuersbrunst, die in den frühen Morgenstunden des 5. Mai dieses Jahres den Himmel über Kappel taghell erleuchtete, die Neueröffnung des umgebauten und erweiterten Dorfladens an der Albisstrasse 8 in Kappel platzen lassen. Nur einen Tag, bevor der Denner-Satellit seiner Bestimmung übergeben wurde, brannte das im Rohbau fertiggestellte neue Wohnhaus über dem hinteren Teil des Dorfladens lichterloh.

Der Holzelementbau brannte dabei bis auf die Betondecke des darunterliegenden Ladengeschosses ab. In Mitleidenschaft gezogen wurde auch der Dachstock des bestehenden Altbaus, und die darin liegenden Wohnungen wurden durch das Löschwasser beschädigt. Die Brandursache ist noch nicht restlos geklärt.

Wiederaufbau kostete Kraft

Nun, fast fünf Monate später sind die Folgen der Brandkatastrophe nicht mehr sichtbar. Das abgebrannte Wohnhaus wurde nach den selben Plänen wieder aufgebaut. Der Innenausbau konnte dank des effizienten Wirkens der Handwerker so vorangetrieben werden, dass der erste Mieter am 1. Oktober in sein neues Domizil einziehen konnte. Die zweite Wohnung ist ausgeschrieben und kann am 1. Dezember bezogen werden. «Wir hatten Glück im Unglück», erklären Helen und Lukas Berger-Wetli, Eigentümer der Liegenschaft des Dorfladens.

Es seien beim Brand keine Menschen zu Schaden gekommen, halten sie fest. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr habe zudem der Altbau gerettet werden können und auch der Laden habe den Brand ohne nennenswerte Schäden überstanden. «Dass wir die Neueröffnung wie geplant durchführen konnten, ist dem grossen Einsatz der Feuerwehrleute, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie vieler unserer Freunde zu verdanken», blickt Helen Berger dankbar zurück.

Noch während der Aufräumarbeiten begann die Planung für den Wiederaufbau. Die Gebäudeversicherung erteilte mit einer Kostengutsprache für diesen rasch grünes Licht. Die Pläne für das niedergebrannte Wohnhaus dienten unverändert als Grundlage für das neue Gebäude.
Nun, da dieses wieder steht, ist Helen Berger zwar erleichtert, doch die letzten Monate haben sie und ihren Gatten auch viel Kraft gekostet. «Der Wiederaufbau war anstrengend. Vor allem die administrativen Abklärungen und der organisatorische Teil der Arbeit war aufreibend», stellt sie fest. Dazu kommt der finanzielle Schaden, da verschiedene Nebenkosten, die der Brand verursacht hat, von der Versicherung nicht gedeckt werden.

Strom aus eigener Produktion

Doch Helen Berger spricht lieber von den positiven Punkten. So funktioniert die Photovoltaikanlage, die auf dem Dach des Neubaus montiert wurde, seit Ende September einwandfrei. Sie liefert den Strom für die Kühlgeräte im Laden. Deren Abwärme wiederum wird für die Warmwasserproduktion und die Beheizung der gesamten Liegenschaft genutzt.

Zudem hat der Laden die in ihn gesetzten Erwartungen seit der Neueröffnung bestens erfüllt. Noch mehr Kundinnen und Kunden nutzten das ausgebaute Sortiment des Denner-Satelliten nun für ihren Grosseinkauf, stellt Helen Berger fest. Noch besser bekannt machen möchte sie dagegen den Festservice des Dorfladens. Neben allen notwendigen Getränken für eine Party kann man in Kappel auch Kühlschrank, Kühlwagen, Grill und Festgarnituren beziehen oder sich liefern lassen.

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