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Nasa-Sonde «Osiris Rex» soll Probe vom Asteroiden Bennu nehmen

HANDOUT - Undatierte grafische Darstellung der Nasa-Sonde Osiris-Rex, die sich dem Asteroiden Bennu mit ihrem Touch-And-Go Sample Arm Mechanism (TAGSAM) nähert. Foto: Nasa/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

HANDOUT - Undatierte grafische Darstellung der Nasa-Sonde Osiris-Rex, die sich dem Asteroiden Bennu mit ihrem Touch-And-Go Sample Arm Mechanism (TAGSAM) nähert. Foto: Nasa/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Mit «Osiris Rex» soll am Dienstag erstmals eine Sonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa eine Probe von einem Asteroiden entnehmen - und später auf der Erde abliefern.

Bei einem mehrstündigen komplizierten Manöver sollte sich die Sonde am Dienstagabend MESZ dem Asteroiden Bennu bis auf wenige Meter nähern und dann mit einer Art Roboter-Arm die Probe entnehmen.

Der Roboter-Arm namens "Tagsam" (Touch-And-Go Sample Acquisition Mechanism) soll die Oberfläche des Asteroiden etwa fünf Sekunden lang berühren und unter Druck gesetzten Stickstoff ausstossen. Das soll die Oberfläche aufwirbeln. Dann soll eine Probe von etwa 60 bis 2000 Gramm aufgesaugt werden, bevor die gesamte Sonde sich wieder von Bennu entfernt.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat das Manöver zuvor bereits zweimal erfolgreich geprobt. Weil "Osiris Rex" sich derzeit rund 290 Millionen Kilometer von der Erde entfernt befindet, brauchen die Steuerungssignale der Nasa etwa 16 Minuten zur Sonde.

"Osiris Rex" war im September 2016 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und rund zwei Jahre später bei Bennu angekommen. Seitdem umkreist die etwa sechs Meter lange und 2100 Kilogramm schwere Sonde (ihre Abkürzung steht für: Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer) den Asteroiden und untersucht ihn mit ihren wissenschaftlichen Instrumenten und Kameras.

Der tiefschwarze Bennu, benannt nach einer antiken ägyptischen Gottheit, hat einen Durchmesser von rund 550 Metern und könnte der Erde in mehr als 150 Jahren recht nahe kommen. Auch wenn das Einschlagrisiko sehr gering ist, zählt die Nasa Bennu zu den gefährlichsten derzeit bekannten Asteroiden - und will ihn deshalb ganz genau erforschen.

Zudem erhoffen sich die Wissenschaftler von der rund eine Milliarde Dollar teuren Mission Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren. Denn Asteroiden sind Überbleibsel davon.

"Osiris Rex" ist der erste US-Flugkörper, der sich auf den Weg zu einem Asteroiden gemacht hat, eine Probe entnehmen und zur Erde zurückbringen soll. In rund drei Jahren wird die Kapsel damit auf der Erde erwartet.

2005 war die japanische Raumsonde "Hayabusa" auf einem Asteroiden gelandet und hatte 2010 die ersten je gesammelten Bodenproben eines solchen Himmelskörpers zur Erde gebracht. Es gab noch weitere Flüge zu Asteroiden - keine weitere Sonde hat bislang jedoch Material zur Erde zurückgebracht.

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