Abfall

Nur Säulen sichtbar

Für Wertstoffe: Die Unterflur-Sammelstellen wie hier in Kaiseraugst erfreuen sich steigender Beliebtheit.  (Peter Rombach)

unterirdische Sammelstelle

Für Wertstoffe: Die Unterflur-Sammelstellen wie hier in Kaiseraugst erfreuen sich steigender Beliebtheit. (Peter Rombach)

Die Stadt Rheinfelden realisiert in Zusammenarbeit mit dem GAF eine zweite Unterflur-Sammelstelle. Sie entsteht im Augarten-Quartier an der Habsburgerstrasse.

Der Gemeindeverband Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal (GAF) setzt damit seine Strategie fort, die Sammelstellen zu optimieren und zu modernisieren. Nachdem die Unterfluranlage bei der Migros ihre Feuertaufe bestanden hat und gut angenommen wird, fiel die Entscheidung leicht, im Augarten eine zweite zu installieren. Noch in diesem Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen.

Die Sammelcontainer, welche Glas, Aluminium oder Blech aufnehmen, verschwinden von der Erd-oberfläche; vorgesehen ist, dass lediglich sechs Einwurfsäulen herausragen. «Die sind benutzerfreundlich und ästhetisch zugleich, meint Michèle Schoch vom GAF. Die Anlage präsentiere sich offen und übersichtlich, das Einwerfen des Sammelgutes verursache deutlich weniger Lärm. «Die Hemmschwelle, illegal Abfälle an der Sammelstelle zu deponierten, wird aufgrund der besseren Übersichtlichkeit grösser.»

Die Funktionsweise erscheint relativ einfach: Für die Leerung der Container werden die Säulen samt ihrem fast drei Meter tiefen Unterbau aus dem Boden gehoben. Dabei hilft oben an der Säule eine Hebevorrichtung, die als Einziges noch an die alten, überirdischen Container erinnert.

Für das Augartenquartier gilt weiterhin, dass der Hauskehricht in die vier bestehenden Presscontainer geworfen werden kann. Altöl, Altkleider und -schuhe können auch künftig in die Spezialbehälter an der Habsburgerstrasse entsorgt werden.

Vor wenigen Wochen wartete der GAF übrigens mit einer anderen Innovation auf: Die erste Unterflur-Bioklappe der Nordwestschweiz nahm er auf dem Hauptwachplatz in Rheinfelden in Betrieb. Sie bietet vor allem der Altstadt-Bevölkerung Gelegenheit, Grüngut und Speisereste zu entsorgen. Das entlastet den normalen Güselsack und bietet ausserdem die Chance, dass die «Wertstoffe» einer ökologischen Weiterverwertung zugeführt werden können. Aus faulem Fleisch, Gemüseresten oder welken Blumen entsteht nach einem Vergärungsprozess in der Biopower-Anlage in Pratteln neben wertvollem Kompost auch noch Biogas. (ach)

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