Schlossrued kann man erwandern

Der Schlossrueder Gemeinderat und die Kulturkommission haben am Sonntagmorgen zur Erkundung des neuen Erlebnisweges eingela-den. Auf zwei verschiedenen Wan-derrouten entlang des Höhenwe-ges gelangten die zahlreichen Teil-nehmenden auf die Hohliebi, wo nicht nur eine Gratiswurst, son-dern auch viel Wissenswertes ge-boten wurde.

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Aargauer Zeitung

Sibylle Haltiner

Der Schlossrueder Erlebnisweg

Drei verschiedene Routen gehören zum Schlossrueder Erlebnisweg. Alle sind mit verschiedenen Farben gekennzeichnet. Unterwegs informieren Tafeln über Wissens- und Sehenswertes rund um Schlossrued.

Der Höhenweg:
Streckenlänge: 7,5 Kilometer
Wanderzeit: ca. 2,5 Stunden
Sehenswürdigkeiten: Bauernhof Batthof, Sodbrunnen und Findling Hohliebi, Altholzinsel Rinderst, Kir-che Rued, Stauwehr für Mühlekanal

Der Schlossweg:
Streckenlänge: 1 Kilometer
Wanderzeit: ca. 0,5 Stunden
Sehenswürdigkeiten: Schloss Rued, Mühle

Der Ruinenweg:
Streckenlänge: 4 Kilometer
Wanderzeit: ca. 1,25 Stunden
Sehenswürdigkeiten: Ruine Alt Rued, Bauernhof Haberberg, Bogen-brücke Niederhofenstrasse. (sih)

In welcher Entfernung von der Müh-le liegt das Stauwehr? Wie gross ist die Altholzinsel Rinderst und wie tief der Sodbrunnen auf der Hohlie-bi? Diese Fragen stellte Gemeinde-ammann Martin Goldenberger an der Eröffnungsfeier des Schlossrueder Erlebnisweges, und die Antworten kamen prompt aus dem Publikum. Schliesslich waren die meisten zu Fuss auf dem Erlebnisweg zum Treffpunkt Hohliebi gelangt und hatten unterwegs schon viel Interessantes vernommen.

Der Weg ist das Ziel

Die Kulturkommission «Schlossrued läbt» und der Gemeinderat hatten die Schlossrueder Bevölkerung und alle Interessierten zur Eröffnung des Erlebnisweges eingeladen. Auf zwei geführten Wanderungen gelangten die Teilnehmenden zum Aussichtspunkt Hohliebi. Frühaufsteher trafen sich um halb zehn Uhr beim Schulhaus und wanderten unter der Leitung des Ornithologen Walter Bolliger via Kirchrued-Pfaffenberg zum Festplatz. Die kürzere Route führte durch den Chnubelwald und über den Batthof zum Treffpunkt. Käthi Lüthi, Präsidentin des Natur- und Vogelschutzvereins, wusste unterwegs viel Interessantes zu erzählen. Sie beschrieb die Erkennungsmerkmale der Stieleiche oder des Milans und fasste kurz die Entstehungsgeschichte des Batthofes zusammen.

Auf der Hohliebi konnten sich die hungrigen Wanderer gratis mit Bratwurst und Salaten verpflegen und dazu ein kühles Schlossbräu-Bier vom Fass geniessen. Gemeindeammann Goldenberger dankte allen, die sich für die Realisierung des Erlebnisweges eingesetzt hatten. Auch den Schlossrueder Stimmbürgern, welche den Kredit gesprochen hatten. «Rund zweieinhalb Jahre haben Planung und Bau in Anspruch genommen, und es wurde viel Arbeit geleistet», meinte er rückblickend. «Aber es hat sich gelohnt. Der Erlebnisweg ist eine gute Sache geworden.» In nächster Zeit sollen weitere Posten eingebaut werden, an denen vor allem Kinder etwas erleben können.

Entstehungsgeschichte des Ruedertals Der Geologe Peter Hartmann zeigt mit einer Inszenierung die Entstehungsgeschichte des Ruedertals auf und lässt dazu ein Urpferdchen auftreten.

Entstehungsgeschichte des Ruedertals Der Geologe Peter Hartmann zeigt mit einer Inszenierung die Entstehungsgeschichte des Ruedertals auf und lässt dazu ein Urpferdchen auftreten.

Aargauer Zeitung

Der Weg des Findlings

Danach löste der Schlossrueder Geologe Peter Hartmann das Rätsel um den Findling auf der Hohliebi. In einer anschaulichen Inszenierung über die Entstehung des Ruedertals liess er Urpferdchen und Mammuts auftreten und erklärte an Hand von Modellen die Verschiebung der Erd-schichten. Schlussendlich erfuhren die Festbesucher, dass ein Gletscher vor rund 150 000 Jahren den Find-ling aus dem heutigen Alpenvorland an seinen Platz hoch über dem Rue-dertal transportiert hatte. Am Sonn-tag nutzte ihn vor allem die Dorfju-gend als Sitzgelegenheit, um genüss-lich in der Sonne eine Glace zu schlecken.

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