Buchs

Schützenfest: Der Knatsch um den Zivilschutz eskaliert

Die Schützen fordern vom Badener Stadtrat die sofortige Entlassung des Zivilschutzkommandanten Martin Zulauf. Dieser weigert sich Zivildienstleistende als Hilfskräfte ans Schützenfest in Buchs abzukommandieren. Der Stadtrat stellt sich schützend vor Zulauf.

Roman Huber

Dass Badens Zivilschutzkommandant Martin Zulauf seine Leute nicht als Hilfskräfte für das Eidgenössische Schützenfest aufbieten will, bringt die organisierenden Schützen offenbar in Rage. Jetzt ist der Stadtrat Baden aus ihren Kreisen aufgefordert worden, den widerspenstigen Kommandanten und Polizeichef zu entlassen.

Der Stadtrat nimmt nun Martin Zulauf aus der Schusslinie. Laut Stadtrat Reto Schmid, Vorsteher Ressort Sicherheit, geht es um eine regionale Angelegenheit. Er spricht ganz klar von einem politischen Entscheid. «Die fünf Exekutiven der zur Zivilschutzorganisation Region Baden gehörenden Gemeinden haben einstimmig beschlossen, dass keine Leute aus dem Zivilschutz ans Schützenfest befohlen werden», so Schmid. Man sei sich dabei sehr wohl bewusst gewesen, dass dies ein brisanter Entscheid sei.

Vizeammann Geri Müller erklärt, dass solche Einsätze von Militär und Zivilschutz zugunsten von Volksfesten auch ein Thema in der Sicherheitspolitischen Kommission seien. So stelle man fest, dass bei der Bevölkerung das Verständnis dafür deutlich abnehme.

Badens Stadtrat hat sich von Beginn an hinter Martin Zulauf gestellt. Man werde nun sehen, wohin das Säbelrasseln beim Kanton führen werde. Dieser hat Zulauf mit Strafanzeige wegen Befehlsverweigerung gedroht.

Zulauf hat sich von Beginn an geweigert, seine Zivilschutzleute für Hilfs- und Handlangerarbeiten diesen Sommer ans Eidgenössische Schützenfest aufzubieten, und diese haben es ihm mehrfach gedankt. Er liess es ihnen jedoch offen, sich freiwillig zu melden. Dies taten dann offenbar nur ganz wenige Leute.
Zulauf will sich angesichts eines Verfahrens nicht mehr zum Fall äussern. So viel steht für ihn fest: Er wird seine Meinung gegenüber dem streitbaren Zivilschutzeinsatz nicht ändern.

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