Guggenbühl

Siegerprojekt für Dietiker «Guggenbühl» präsentiert

«Leila»: Gelobt wird am Siegerprojekt, dass es von allen fünf Vorschlägen am besten in die Umgebung integriert ist. (Visualisierung: zvg)

Guggenbühl Dietikon

«Leila»: Gelobt wird am Siegerprojekt, dass es von allen fünf Vorschlägen am besten in die Umgebung integriert ist. (Visualisierung: zvg)

«Leila» heisst das Siegerprojekt eines von der Stadt Dietikon organisierten Architekturwettbewerbes. Die Wohnüberbauung soll die beiden alten Pavillons beim Kindergarten Guggenbühl ersetzen und diesen ins neue Gebäude integrieren.

Sandro Zimmerli

«Das Projekt nimmt sich der Stimmung des Umfeldes an und fügt sich so geschickt in die bestehende Wohnsiedlung ein. Deshalb haben wir uns für das Projekt ‹Leila› der Eglin Schweizer Architekten aus Baden entschieden», sagte Jakob Steib. Der Architekt war Mitglied einer Fachjury, die Projekte für eine neue Überbauung auf dem Grundstück beim Dietiker Kindergarten Guggenbühl bewertete. Gestern Abend stellte er gemeinsam mit Stadtpräsident Otto Müller das Siegerprojekt namens «Leila» der Öffentlichkeit vor.

«Hochwertiges Wohnen» als Ziel

Ziel des Architekturwettbewerbes war es, Ideen und Lösungsvorschläge für eine städtebaulich gute Lösung und eine zweckmässige Nutzung des Areals Guggenbühl zu finden, wie Müller in seiner Ansprache erklärte. «Auf dem Areal befinden sich derzeit zwei Pavillons aus den 60er-Jahren. Sie beherbergen den Doppelkindergarten Guggenbühl. Weil die beiden Gebäude in die Jahre gekommen sind, müssen wir sie dringend sanieren», hielt Müller fest.

Bereits vor vier Jahren, so Müller, habe sich der Stadtrat zum Verkauf des rund 2700Quadratmeter grossen Grundstückes entschieden. Seither seien viele Bebauungsvorschläge für die Parzelle gemacht worden. Allerdings sei keine praktikabel gewesen. «Wir haben abgeklärt, ob es den Doppelkindergarten auch in Zukunft noch braucht, und sind zum Schluss gekommen, dass dem so ist», sagte Müller. Deshalb habe man im Herbst 2008 einen Architekturwettbewerb in Auftrag gegeben. Dabei seien verschiedene Ziele verfolgt worden. «Wir wollen auf dem in einem Wohnquartier in unmittelbarer Nähe zum Zentrum und der Freizeitanlage Chrüzacher gelegenen Land hochwertiges Wohnen anbieten», so Müller. Zudem müsse der Doppelkindergarten in einen Neubau integriert werden.

Land soll später verkauft werden

Die Aufgabe für die Teilnehmer am Architekturwettbewerb - es waren insgesamt fünf Architekturbüros - bestand dann auch darin, eine Wohnüberbauung mit integrierten Kindergärten an diesem städtebaulich komplexen Ort zu konzipieren. Der Standard der Wohnungen soll dabei einer gehobenen Mietwohnung entsprechen. In Bezug auf den Kindergarten galt es zu beachten, dass dieser derzeit zwei Klassen mit 15 bis 17Kindern beherbergt. Die Vorgaben für das Raumprogramm sahen unter anderem einen Garderobenbereich pro Klasse, zwei Klassenzimmer mit jeweils einem Gruppenraum, einem Aussenraum und einem Stauraum, einen Pausenraum, eine Kochnische für beide Kindergärten und einem Stauraum für den Aussenbereich vor. Zudem sollen die Bauten dem Minergie- oder einem vergleichbaren Standard entsprechen.

Gemäss Müller soll das Projekt «Leila» nun weiterverfolgt und bis zur Baubewilligung ausgebaut werden. «Sobald die Baubewilligung erfolgt ist, wollen wir das Grundstück an einen Investor verkaufen.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1