Simon Enzler kommt nach Grenchen

Wie schützt man sein Sturmgewehr vor Korrosion? Diese und andere weltbewegende Fragen stellt der Starkomiker Simon Enzler auf der Kleintheaterbühne. Hinter den Kulissen setzt der Kleintheaterverein mit Marisa Thöni und Reto Gasser auf unverbrauchte Theaterfreunde.

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Solothurner Zeitung

Daniela Deck

Neben dem Appenzeller Simon Enzler geben sich klingende Namen wie Michael von der Heide und Joachim Rittmeyer in der Aula beim Nordbahnhof die Ehre. Den Auftakt zur Saison des Kleintheaters macht Mädir Eugster, Rigolo-Gründer, schon kommenden Sonntag. Denn der Kleintheaterverein will die Triennale als Werbeplattform nutzen. Nach diesem Appetithäppchen - inbegriffen im Triennale-Eintritt an Sonntag - finden bis im März acht abendfüllende Programme statt.

Saisonprogramm

Sonntag, 13. September, Rigolo Nouveau Cirque, Sanddorn-Balance: Schweizer KleinKunstTag an der Triennale um 16.30 Uhr in der Tennishalle; Freitag, 23. Oktober, Lukas Weiss, Perkussiver Tanz; Freitag, 6. November, Hohe Stirnen (Pedro Lenz/Patrik Neuhaus): Tanze wie ne Schmätterling; Samstag, 21. November, Michael von der Heide, Freie Sicht; Samstag, 12. Dezember, Simon Enzler, Phantomscherz; Freitag, 22. Januar, Erika Stucky, Jodeln ist Voodoo; Samstag, 30. Januar, Carlos Martinez, Hand made; Samstag, 6. März, Bea von Malchus, Heinrich der VIII; Freitag, 19. März, Joachim Rittmeyer, verlustig. Alle Anlässe (ausser 13. September) finden jeweils um 20.15 Uhr im Schulhaus IV statt. (dd)

Grenchen verträgt mehr Kultur

An dem erlesenen Programm hat Marisa Thöni bereits mitgestaltet. Gestern wurde sie zusammen mit Reto Gasser in den Vorstand gewählt. Beide sind Grenchner und Theaterliebhaber. Damit hat sich die Gemeinsamkeit. Reto Gasser ist Anwalt und Notar. Die gelernte Krankenschwester Marisa Thöni übernimmt in der Arztpraxis ihres Mannes auch Sekretariatsarbeiten. Daneben studiert sie in Fribourg Zeitgeschichte.

«Das Programm, das das Kleintheater jedes Jahr zeigt, ist sensationell», ist Thöni, seit Jahren Stammgast, überzeugt. Gasser engagiert sich beim Kleintheater, weil er findet, in Grenchen dürfte kulturell mehr laufen. «Weil man nicht nur fordern kann, tue ich etwas dafür.» Vom Kleintheater, das seine limitierten Mittel (Beitrag der Stadt, Eintritte und Sponsoring) in ein Programm mit Niveau investiert, hatte Gasser auf Anhieb einen guten Eindruck. Beide Neulinge sind gespannt, gerade auch auf die weniger bekannten Namen.

Billettreservation: www.kleintheatergrenchen.ch oder beim BGU: 032 644 32 11.

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