Hitzewelle
So schützt die Schweizer Armee ihre Angehörigen vor der Hitze

Die Schweizer Armee ist für Hitzewellen gewappnet. Seit Jahren gibt es Weisungen des Oberfeldarztes. Eine Anpassung drängt sich nicht auf, wie Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage sagte.

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Trinken, Trinken, Trinken: Wird es heiss, verordnet die Armee zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme. (Archiv)

Trinken, Trinken, Trinken: Wird es heiss, verordnet die Armee zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme. (Archiv)

Keystone

Bereits ab 25 Grad sollen die Kleidung angepasst und kühle Flüssigkeit in genügender Menge bereitgestellt werden. Auch müssen regelmässige Pausen an schattigen Orten eingeplant werden. Anstrengende Aktivitäten sollen auf die Morgenstunden gelegt werden.

Ab einer Hitze von 30 Grad muss die Flüssigkeitseinnahme der Armeeangehörigen sogar kontrolliert werden. Mindestens drei Liter pro Tag sind vorgesehen. Dazu sollen stündlich kurze Pausen eingeplant werden.

Noch schärfer sind die Massnahmen bei Hitzeperioden mit über 35 Grad im Schatten. Anstrengende Aktivitäten sollen dann auf ein Minimum reduziert werden. Pro Stunde sollen die Armeeangehörigen einen halben bis anderthalb Liter Flüssigkeit aufnehmen. Zudem sollen stündliche Pausen von rund 15 Minuten an schattigen Orten angeordnet werden.

Salzverlust kompensieren

Dazu kommt die regelmässige Nahrungsaufnahme, um den Salzverlust durch Schwitzen zu kompensieren. Bei salzarmer Nahrung soll Bouillon zur Verfügung gestellt werden.

Bei ABC-Schutzkleidung und schwülem Wetter mit einer Luftfeuchtigkeit über 75 Grad gelten die Massnahmen für Temperaturen über 35 Grad. Bei Splitterschutzwesten jeweils jene der nächst höheren Kategorie.

Aufgeführt werden im Merkblatt zur Prävention von Hitze-Schäden auch die Risikofaktoren. Zur Kontrolle des Flüssigkeitskonsums steht eine persönliche Wasserkonsumkarte zur Verfügung.

Die Ausrüstung eines Schweizer Rekruten:

Die Ausrüstung eines Rekruten. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
50 Bilder
Sturmgewehr 90
Die Pistole erhalten nicht alle Rekruten.
Effektentasche
Grundtrageeinheit
Kampfrucksack
Militärschokolade und -biscuits
Transporttasche mit -wagen
Sackmesser
Pamir
Kleidertasche für Tenü A
Tagesrucksack
Schlafsack
Rollmütze
Gamelle
Leuchtweste
Dienstbüchlein und Leistungsausweis
Erste-Hilfe-Set
Magazin für Sturmgewehr 90
Gebissschutz
Veston (Tenü A)
Helm
Ohrenpfropfen
Ausgängerhose mit Gurt (Tenü A)
Besteck
T-Shirt funktionell
Fleece-Jacke
Bajonett
Schuhputzzeug
Kampfstiefel Die neusten Kampfstiefel hat die Armee beim italienischen Unternehmen AKU geordert. Ihre Produktionsstätten befinden sich in Rumänien.
Lange Unterwäsche
Trinkflasche
Béret
Gewehrputzzeug
Gasmaske
Unterwäsche Boxershorts, Damenslips und Unterhosen bezieht die Armee bei der Fabrik Amrit Exports in Indien und bei zwei Schweizer Firmen, die wiederum in Osteuropa produzieren.
Gurt (Tenü A)
Gurt (Tenü B/C)
Regenschutz (verstaut)
Vom Tarnanzug gibt es zwei Sorten: Arbeitsanzug für ins Feld (Tenü C) und Dienstanzug (Tenü B) für das Einrücken und ausserdienstliche Anlässe.
Tarnhose mit Gurt und Beinelastik
Krawatte
Kälteschutzanzug
Fingerhandschuhe
Roll-Shirt funktionell
Gnägi-Hemden Als die Herstellung der legendären Rollkragenleibchen im Jahr 2003 aus der Innerschweiz ins Ausland ausgelagert wurde, hagelte es politische Proteste. Ohne Erfolg. Unterdessen wurden die Leibchen in verschiedenen Ländern hergestellt. Unter anderem in Thailand, Rumänien und Indien.
T-Shirt grün
Hemden Für die Lieferung von Hemden und Blusen vergab die Armasuisse jüngst einen Auftrag an die J. Weder-Meier AG in Diepoldsau SG. Wo die Kleidungsstücke produziert werden, ist jedoch nicht bekannt.

Die Ausrüstung eines Rekruten. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Keystone