«Stiftung soll nicht schlummern»

In der Kirche St. Katharina Kaiserstuhl sind Veranstaltungen und Renovationsarbeiten geplant

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«Stiftung soll nicht schlummern»

«Stiftung soll nicht schlummern»

Michael Hunziker

Der Stiftungsrat der Stiftung Kirche St. Katharina Kaiserstuhl hat sich intensiv Gedanken über mögliche Aktivitäten und Ziele gemacht. Zur Erinnerung: Gegründet wurde die Stiftung Ende 2008. Damals setzte Stifter Heinz Hedinger seine Unterschrift unter die Urkunde. Zweck sind der Unterhalt der Kirche St. Katharina sowie die Förderung der religiösen und kulturellen Benützung der Kirche.

Professor Baumann zu Gast

«Die Stiftung Kirche St. Katharina Kaiserstuhl soll nicht schlummern», sagte Präsident Felix Vögele an einer Pressinformation am Montagabend. «Wir wollen an die Öffentlichkeit treten, wollen etwas unternehmen.» Mit Freude konnte Vögele auf die erste Veranstaltung hinweisen, auf einen interkonfessionellen Vortragsabend mit Podiumsdiskussion. Nächsten Mittwoch, 20. Januar, wird Professor Urs Baumann von der Universität Tübingen zum Thema «Wie können wir heute überhaupt (noch) Pfarrei sein?» referieren. Teilnehmer sind: Esther Egger, Nationalrätin, Alice Fischer, Präsidentin Kirchenpflege Wislikofen/Rümikon, Rainer Jecker, Theologe, sowie Andreas Imhasly, Theologe.

Die christlichen Kirchen in Europa, so meinte Stiftungsratspräsident Vögele, verlieren zunehmend an Bedeutung. «Gleichzeitig verändert sich die Einstellung der Menschen gegenüber der Religion im Allgemeinen und gegenüber dem Christentum im Besonderen.» Der Vortrag zum aktuellen Thema und die Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Teilnehmern sollen ermutigen, die Initiative zu ergreifen. «Nach dem Motto ‹Wir sind Kirche› geht es um unsere eigene Sache», stellte Vögele fest. «Auseinandersetzungen innerhalb und ausserhalb der Kirche beziehungsweise Kirchgemeinde sind wichtig.»

Für morgen und übermorgen

Nicht nur mit Anlässen will die Stiftung Kirche St. Katharina Kaiserstuhl in Erscheinung treten. Um den Stiftungszweck bekannt zu machen, wurde ein
Flyer gestaltet. Dieser soll unter anderem in Gemeindekanzleien aufgelegt werden. «Wir möchten zeigen, wie die Stiftung unterstützt werden kann», sagte Kassier Roger Suter. Unter dem Titel «Weshalb eine Stiftung?» ist im Flyer festgehalten: «Das Rechtskleid der Stiftung garantiert, dass die Kirche St. Katharina langfristig unterhalten wird. Dies unabhängig davon, wie sich die finanzielle Situation der Kirchgemeinde entwickelt und unabhängig davon, wie die Kirchgemeinden in der Region in Zukunft einmal organisiert sein werden.» Anders gesagt: «Die Erträge aus dem Stiftungsvermögen helfen langfristig, denn eine Stiftung denkt nicht nur an heute – sie sorgt für morgen und übermorgen.»

«Wir sind spontan zu einem Stiftungsvermögen gekommen. Der Umgang mit diesem Geld ist mit Verantwortung verbunden», erklärte Kassier Suter. «Wir müssen dem Stiftungszweck gerecht werden und uns gut überlegen, wie wir vorgehen und welche Schwerpunkte wir setzen.» Die Stiftung, so wird unter «Aktuelle Projekte» ausgeführt, will sich mit Beiträgen dafür einsetzen, dass die Kirchgemeinde die notwendigen Renovationsarbeiten in der Kirche St. Katharina in den nächsten Jahren etappenweise fachgerecht vornehmen kann. Die Rede ist von der Restauration der Silberbüsten für 30000 Franken sowie von der Sanierung der Altäre für 80000 Franken.

Vortragsabend und Podiumsdiskussion «Wie können wir heute überhaupt (noch) Pfarrei sein?»: Mittwoch, 20.Januar, 19.30 Uhr, Kirche
St. Katharina Kaiserstuhl.

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