Teenager rettet Kind vor Ertrinken

Damiano Saitta (kl. Bild) rettete in Flumenthal eine Mutter und ihr Kind aus der Aare. (Bild: Felix Gerber)

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Damiano Saitta (kl. Bild) rettete in Flumenthal eine Mutter und ihr Kind aus der Aare. (Bild: Felix Gerber)

Als ihre 10-jährige Tochter in die Strömung gerät, ertrinkt die Mutter beim Rettungsversuch beinahe selbst. Damiano Saitta rettet beide aus der Aare.

Patrick Furrer

Der blanke Horror für jede Mutter: Als die 10-jährige Tochter am Flumenthaler Aareufer im knietiefen Wasser spielt, rutscht sie auf einmal aus und wird von der Strömung gepackt. Während das Mädchen verzweifelt mit den Armen rudert und «Mami, Mami» schreit, schwimmt die Mutter zu ihr. Doch die Tochter krallt sich an sie und zieht sie dabei mit unter Wasser.

Was wie eine wilde Szene aus «Baywatch» klingt, wurde am Mittwochnachmittag bei der Einmündung Siggern in die Aare gefährliche Realität. Der Retter war aber kein gealterter Filmstar, sondern ein 14-jähriger Kantischüler aus Riedholz, der im FC Fussball spielt und eigentlich nur ein bisschen «chillen» wollte.

Gefährliche Strömung

Sein Name ist Damiano Saitta. Er erkannte die Notlage und rief die Polizei. «Aber ich dachte: Bis die kommen, sind sie schon ersoffen.» Die Mutter habe sich ans Ufer retten können, die Tochter nicht. Während drei Kollegen von Damiano der Mutter an Land halfen, sprang er 200 Meter weiter flussabwärts ins Wasser. «Erst beim Rennen überlegte ich, ob es nicht auch für mich gefährlich wird».

Dann rettete Damiano die 10-Jährige auf seinem Rücken ans Ufer. Eine Frau, die ebenfalls vor Ort war, erklärte gestern entgeistert: «Ich weiss nicht, ob die Mutter es alleine geschafft hätte.»

Gerettete «sehr dankbar»

Obwohl sich die Aussagen der Zeugen nicht vollständig decken, ist klar: Damiano Saitta rettete mit seinem Einsatz das Kind und die erschöpfte Mutter, die bei einem weiteren Rettungsversuch hätte umkommen können, wie auch die Kantonspolizei indirekt bestätigte.

Die gerettete Mutter sowie ihre Tochter konnten gestern weder zuhause noch telefonisch erreicht werden. Damiano Saitta weiss aber: «Sie waren sehr dankbar.» Er bekomme vielleicht sogar eine Belohnung. Das sei jedoch nicht der Grund, warum er die beiden gerettet hat.

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