Hallwilerseelauf
Teilnehmerrekord am Hallwilerseelauf: 6445 gingen an den Start

Der Hallwilerseelauf ist einer der grössten Sportanlässe im Aargau. Das ist für die Organisatoren sowie die vielen freiwilligen Helfer eine grosse Herausforderung. Wie erhalten zum Beispiel die über 6000 Läuferinnen und Läufer rechtzeitig ihre Startnummern? Ein Blick hinter die Kulissen.

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Hallwilerseelauf

Hallwilerseelauf

Schweiz am Sonntag

Florian Müller
Samstagmorgen vor dem Lauf: Hans Erni vom Organisationskomitee und seine freiwilligen Helferinnen und Helfer bemühen sich um eine reibungslose Startnummernausgabe. Ein kleines Zelt beim Start, wie man es bei vielen Läufen sieht, reicht hier nicht. Kurzerhand wurde das Restaurant Löwen in Beinwil am See umfunktioniert. Im eleganten «Löwen»-Saal, wo sonst Operetten und Konzerte über die Bühne gehen, installierte das OK eine grossartige Infrastruktur. Auf einem eigentlichen Parcours erhalten die Läufer ihre Startnummern, einen Erinnerungspreis und die Zwischenverpflegung.

Am frühen Morgen stehen die Helfer noch ruhig hinter ihren Tischen, auf denen die Startnummern nach Buchstabe sortiert in Kartons eingereiht sind. Doch die Erfahrung lehrt sie: Sogar der grosse «Löwen»-Saal wird später aus allen Nähten platzen. «Dieser Tag ist immer wieder eine grosse Herausforderung für alle», meint Hans Erni. Es herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Denn sobald der nächste Zug im nebenan gelegenen Bahnhof einfährt, wird es hektisch. Die Organisatoren hatten nämlich empfohlen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Dafür boten sie sogar vergünstigte Tickets an. Viele Läufer nahmen sich den Ratschlag zu Herzen.

Um die Mittagszeit fährt ein weiterer überfüllter Zug aus Lenzburg im Bahnhof Beinwil ein. Plötzlich herrscht wieder Hochbetrieb im sonst idyllischen Seetaler Dorf. Eine riesige Menschenmasse bewegt sich Richtung «Löwen»-Saal. Durch den starken, gewitterartigen Regen ist der Parkettboden im Saal in kürzester Zeit nass und glitschig. Es wird laut und heiss im Saal, als immer mehr Menschen auf engstem Raum auf die Startnummer warten. Dann heisst es Ruhe bewahren für die Helfer. «Wir achten darauf, belastbare Helfer auszusuchen», erklärt Hans Erni, «aber hier kommen alle an ihre Grenzen.» Die insgesamt etwa 200 Helferinnen und Helfer des Anlasses erhalten als Entschädigung ein T-Shirt, eine Windjacke und eine Einladung zum Helferessen.

Natürlich klappt bei der Anmeldung nicht immer alles auf Anhieb. Das Internet hat so seine Tücken. Ein Teilnehmer beklagt sich, ihm sei die Startgebühr dreimal abgebucht worden. Eine andere Läuferin, die kurzfristig einbezahlte, steht mit der Postcheckquittung vor der Startnummernausgabe und wundert sich, wieso die Nummer noch nicht bereitliegt. In solchen Situationen ist Verständnis seitens der Helfer gefragt.
Dann machen sich die Läuferinnen und Läufer auf den Weg rund um den Hallwilersee. «Der Wettkampf ist gut organisiert, wir sind warm empfangen worden. Nur das Wetter dürfte etwas besser sein», meint eine Westschweizer Teilnehmerin zur Organisation.