Phishing

Vorsicht Betrug: Unbekannte wollen im Namen der Migros an die Daten ihrer Kunden

Zurzeit kursiert auf WhatsApp ein weiterer Phishing-Versuch.

Zurzeit kursiert auf WhatsApp ein weiterer Phishing-Versuch.

In Namen der Migros kursieren auf WhatsApp Fake-Nachrichten. Dahinter stecken Betrüger, die an die Daten der ahnungslosen Kunden wollen.

Solidarität wird in Zeiten von Corona gross geschrieben. Auch bei der Migros: Der orange Riese will "in Solidarität mit der Nation jedem einen kostenlosen 180 Franken Gutschein" geben. So zumindest steht es in einer WhatsApp-Nachricht, die zurzeit im Umlauf ist. Doch Vorsicht: Dahinter stecken Betrüger, die ahnungslose Internet-Nutzer in eine Abofalle für einen angeblich kostenlosen Video-Streaming-Dienst locken wollen.

Empfänger der Nachricht werden nicht nur aufgefordert, sie mit 20 weiteren WhatsApp-Freunden zu teilen – und so die Betrugs-Nachricht weiter zu verbreiten –, sondern auch, ihre Kreditkartendaten zu hinterlassen. Dieser Schritt ist zwingend, um den angeblichen "Gutschein" zu erhalten.

"Uns wurden zahlreiche Fälle auf unseren Kanälen in den sozialen Medien und per M-Infoline gemeldet", bestätigt ein Migros-Sprecher auf Anfrage. Immer wieder wird die Marke Migros für solche Betrugs-Versuche missbraucht. Im April kursierten Nachrichten, wonach die Migros gratis Lebensmittel verlose, dann wurde im Namen der Migros Unterstützung für Familien versprochen – wenn man denn seine Kreditkartennummer hinterlasse.

Das wichtigste Differenzierungsmerkmal sei, dass bei der Migros für Gewinnspiele nie Zahlungsinformationen hinterlegt werden müssen, so der Migros-Sprecher. Generell würde man den Kunden empfehlen, sich stets an die allgemeinen Empfehlungen der Melde- und Analysestelle Informationssicherung zu halten und bei der Kommunikation via Internet und Mobilgeräte eine gesunde Skepsis an den Tag zu legen – insbesondere bei unaufgeforderten Textnachrichten oder E-Mails. Empfänger solcher Nachrichten empfiehlt die Migros, sie umgehend zu löschen.

Mit Phishing, wie die Masche genannt wird, versuchen Betrüger an vertrauliche Daten von ahnungslosen Internet-Benutzern zu gelangen. "Phishing" setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern "Password" und "Fishing". Den Opfern werden täuschend echt aussehende Internetseiten oder E-Mails als Köder zugestellt. Mit den erschlichenen Daten können die Betrüger im Namen der Opfer nicht beabsichtige Aktionen ausführen oder die gesamten Daten des entsprechenden Kontos auslesen.

"Wir nehmen diese Vorfälle sehr ernst und reagieren konsequent", so der Migros-Sprecher. Das Unternehmen verfüge über einen internen Phishing-Prozess, der sehr schnell und zielführend bei solchen Vorfällen reagieren könne. Zudem tausche man sich mit den Spezialisten der Branche und der Cyber-Crime Units der Polizei und des Bundes regelmässig aus. (sam)

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