Heizungssanierung

«Wir wollen vorbildlich sein»

Vorbote: Mitarbeitende der Firma Stämpfli bohren im Kirchenfeld nach Grundwasser für die Wärmepumpe. jr

Firma Stämpfli

Vorbote: Mitarbeitende der Firma Stämpfli bohren im Kirchenfeld nach Grundwasser für die Wärmepumpe. jr

Mit der Heizungssanierung wird diesen Sommer die Sanierung der Lotzwiler Schulanlage Kirchenfeld abgeschlossen. Der Gesamtkredit kann eingehalten werden, doch eine nächste Etappe kündigt sich bereits an: Die Südfenster des Klassentraktes.

Jürg Rettenmund

1,65 Millionen Franken haben die Stimmberechtigten von Lotzwil im November 2006 für die Sanierung der Schulanlage Kirchenfeld an der Gemeindeversammlung gesprochen. «Diesen Kredit können wir einhalten», sagt Co-Schulleiter Hans Hunziker. Dies gilt nach wie vor, obschon die Sanierungskommission sich entschieden hat, für die Heizung auf eine Wärmepumpe zu setzen.

Diese ist zwar rund 80 000 Franken teurer als die im Kredit dafür reservierte Tranche. Doch weil bei den bisherigen Etappen günstiger gebaut wurde als geplant, wird die Gesamtkreditsumme laut Hunziker trotzdem eingehalten.

Die bisherigen Etappen, das waren der neue rote Belag für die Aussenanlage, das Dach des Klassentraktes sowie Dach und Fenster der Turnhalle. In den beiden Gebäuden wurden zudem im Innern die Gänge neu gestrichen und die Beleuchtung ersetzt. Das war nötig, weil an der heute 34-jährigen Anlage seit der Bauzeit mit Ausnahme einer Aussenisolation an der Fassade praktisch kein Unterhalt geleistet wurde.

Aussenanlage vorgezogen

Von Anfang an war vorgesehen, die Gesamtsanierung in Jahrestranchen auszuführen. Dies gilt nach wie vor, allerdings geriet die Reihenfolge etwas durcheinander: Zuerst musste die Aussenanlage vorgezogen werden, weil diese früher als erwartet schadhaft wurde. Nach dem Klassentrakt wurde in diesem Frühjahr die Turnhalle eine Baustelle. Die Heizung wäre eigentlich erst in einem Jahr geplant gewesen, doch im letzten Winter begann sie zu stottern. Um teure Reparaturen zu vermeiden, soll sie nun bereits in diesem Sommer gebaut werden.

Die Bohrmaschine, die am Mittwoch vor dem Schulhaus lärmte, ist nur ein Vorbote: Mit ihrer Bohrung soll geprüft werden, ob der Grundwasserstrom unter dem Gelände der Schulanlage in zwölf Metern Tiefe die 500 Minutenliter liefert, die für die Wärmepumpe benötigt werden.

Mehrere Varianten geprüft

Die Sanierungskommission hat gemäss Hunziker mehrere Varianten geprüft. Für die Wärmepumpe sprachen trotz des höheren Anschaffungspreises die tieferen Betriebskosten. Durch sie werden die Zusatzkosten innerhalb von acht Jahren amortisiert. «Zudem wollen wir als Schule auch ein Vorbild sein», gesteht der Co-Schulleiter ein. Mit der Wärmepumpe können pro Jahr die Emissionen von durchschnittlich 45 000 Liter Heizöl vermieden werden.

So gute Nachrichten Hunziker punkto Schadstoffe und Kreditrahmen hat, einen Wermutstropfen muss er seinen Mitbürgern trotzdem verabreichen: Die Sanierung der Schulanlage ist mit den vier bald ausgeführten Etappen nicht abgeschlossen. Die Fenster des Klassentraktes - vor allem die grossen auf der Südseite - rinnen und müssen so bald wie möglich ersetzt werden.

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