Kanton Zürich

Zürcher Grüne schliessen Kantonsrat aus, der Verschwörungstheorien verbreitete

An den Kantonsratssitzungen machte Hans Aussagen über das Coronavirus, die die Grünen zum Parteiausschluss bewogen.

An den Kantonsratssitzungen machte Hans Aussagen über das Coronavirus, die die Grünen zum Parteiausschluss bewogen.

Die Zürcher Grünen haben ihren Kantonsrat Urs Hans aus der Partei ausgeschlossen. Dies, nachdem er mehrfach im Kantonsrat und gegenüber Medien verschwörungstheoretische Aussagen zum Coronavirus machte.

(agl) Am Dienstagabend hat sich nun der Vorstand der Zürcher Grünen getroffen und Hans' Ausschluss aus der Partei beschlossen, wie die «NZZ» am Mittwoch schreibt. «Eine weitere Zusammenarbeit ist nicht mehr möglich», sagte Parteipräsidentin Marionna Schlatter gegenüber der Zeitung. Es habe ein Vertrauensverlust stattgefunden. Hans wiederum akzeptiere den Entscheid. Er wolle im Kantonsrat bleiben, allerdings ohne neue Fraktion.

Ursache des Rauswurfs sind Aussagen, die der Politiker und Biobauer aus Turbenthal in den letzten Wochen getätigt hat. Das Coronavirus sei nur eine «etwas hartnäckige Grippe, welche medial gekrönt wurde», sagte Hans am 20. April im Zürcher Kantonsrat. Er sprach von Panikmache, einseitiger Berichterstattung und gefälschten Statistiken. Gegenüber dem «Tagesanzeiger» sagte er, er könne sich gut vorstellen, dass Covid-19 aus einem Labor in Wuhan komme. Auch Bill Gates kam im Porträt zur Sprache, der alle Impfgegner zwangsimpfen wolle.

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