Dietikon
250 000 Franken zusätzlich für die «Krone»

Die Fassade der Dietiker «Krone» muss nun doch saniert werden – für einen Betrag von 250 000 Franken. Und: Die Planung zur Umgestaltung des Umfelds soll die Stadt 1,45 Millionen Franken kosten.

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Aargauer Zeitung

Matthias Kessler

Die erste Meinung revidiert: Der Verputz an der «Krone» im Dietiker Zentrum vermag «fachlichen und denkmalpflegerischen Ansprüchen» nicht zu genügen. Dies schreibt die städtische Exekutive in ihrem Antrag ans Parlament zur Genehmigung eines Zusatzkredits von 250 000 Franken für die Fassadensanierung des historischen Gebäudes. Bereits im Sommer 2008 war ein erster Zusatzkredit gesprochen worden; damals waren es 55 000 Franken für die externe Kostenkontrolle (siehe Ausgabe vom 2. Juli 2008).

Allfällige Mieteinbussen

Der Stadtrat hält fest, dass die Sanierung des Aussenverputzes explizit nicht im Kredit über 9,4 Millionen Franken für den Umbau und die Erweiterung der «Krone», den das Stimmvolk im November 2007 gesprochen hatte, enthalten gewesen sei - entstehen wird bis zur Eröffnung im Frühling 2010 nach Plänen von Architektin Tilla Theus ein Restaurant, ein Bistro, eine Lounge und ein Gewölbekeller. Man sei, so der Stadtrat, der «damaligen fachlichen Beurteilung» gefolgt, wonach eine Erneuerung der Fassade «erst in etwa zehn Jahren notwendig» sei. Dieser Entscheid müsse nun «nochmals überdacht werden».

Eine Sanierung während der laufenden Bauarbeiten kommt laut Stadtrat günstiger als eine spätere Inangriffnahme des Problems. Zudem seien die Arbeiten so weit fortgeschritten, «dass keine kostenintensiven Überraschungen mehr zu erwarten sind». Und: «Zu berücksichtigen ist auch, dass bei einer Sanierung des Verputzes zu einem späteren Zeitpunkt mit Mieteinbussen gerechnet werden müsste, insbesondere beim Restaurationsbetrieb», so der Stadtrat.

1,45 Millionen für Planung

Für die gestalterische Aufwertung des historischen Stadtzentrums relevant ist neben des Umbaus der «Krone» die Gestaltung des Umfelds. Nach der Ausschreibung eines Studienwettbewerbs, den wiederum Tilla Theus für sich entschied (siehe Ausgabe vom 20. Januar), erfolgt nun die Beantragung eines Planungskredits von 1,45 Millionen Franken für den Bereich, der den «Alten Bären», die Zehntenscheune, das ehemalige Bauamt, das «Waschhüsli» und die Metzgerei Brechbühl umfasst.

Um das von Theus vorgeschlagene Projekt Flussbalkone, das öffentliche Zugänge zur Reppisch vorsieht, zu verwirklichen, muss der Kernzonenplan revidiert werden. Die Baukosten für die Umgestaltung des Areals werden auf 24,5 Millionen Franken veranschlagt. Die Stadt sucht für die Realisierung, bestenfalls bis Ende des Jahres 2012, einen Investor; Planungskosten für Gebäude, die nicht von der Stadt realisiert werden, sollen laut Antrag dem «erstellenden Dritten» übertragen werden.

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