Coronavirus

60 Prozent weniger Fahrgäste: Auch in Zukunft sieht es nicht gut aus für die BLS

Wegen Corona ist kaum noch jemand Bahn gefahren, das hat auch die BLS zu spüren bekommen.

Wegen Corona ist kaum noch jemand Bahn gefahren, das hat auch die BLS zu spüren bekommen.

Die BLS hat seit Beginn des Lockdowns etwa 60 Prozent weniger Fahrgäste transportiert als üblich. Im Regionalverkehr entsteht bedingt durch die Coronakrise ein Fehlbetrag von rund 40 Mio. Franken.

Seit der Bundesrat am 16. März die «ausserordentliche Lage» beschlossen hat, sind im Durchschnitt etwa 60 Prozent weniger Fahrgäste mit der BLS gereist als üblich. Folglich hat die BLS in dieser Zeit auch deutlich weniger Einnahmen aus dem Verkauf von Billetten erzielt.

Die Verkehrserträge sinken jedoch weniger stark als die Fahrgastzahlen, weil die Einnahmen aus nicht hinterlegten Abonnementen weiterlaufen.

Für die zweite Jahreshälfte geht die BLS aktuell davon aus, dass sie im Regionalverkehr weiterhin 20 bis 30 Prozent weniger Fahrgäste transportieren wird als üblich.

Im abgeltungsberechtigten Regionalverkehr rechnet die BLS wegen der tieferen Fahrgastzahlen für das Jahr 2020 mit einem Fehlbetrag von ungefähr 40 Mio. Franken.

Zudem sinken die Einnahmen, welche die BLS aus der Benützung ihrer Infrastruktur durch andere Bahnen erzielt: Durch das geringere Verkehrsaufkommen kann sie den Verkehrsunternehmen weniger Kosten verrechnen. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Verlust von rund 10 Mio. Franken.

Noch ist unklar, ob der Bund und die Kantone sich an den durch die Coronakrise entstandenen Kosten beteiligen. (has)

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