Wetter

7 Dinge, die Sie zur Hitze-Woche wissen müssen

Diese Woche wird es richtig heiss. Vom heissesten Tag des Jahres bis zur Feuerwerkssituation am 1. August – alles, was Sie über die Hitzewoche wissen müssen.

Jetzt kommt die heisseste Woche

© CH Media

Die Schweiz schwitzt. Heute sind 30 Grad prognostiziert – und das ist erst der Anfang. Gegen Ende der Woche sind sogar bis zu 34 Grad Celsius möglich. Gemäss Meteonews ist es sogar «sehr wahrscheinlich, dass die kommende Woche zur heissesten des gesamten Jahres 2020 wird», heisst es auf Anfrage von «watson».

Die Prognosen für die erste August-Woche sehe bereits wieder etwas kühler aus. Zudem werden im August die Tage schnell wieder kürzer.

Wann ist normalerweise der heisseste Tag des Jahres?

Ein Sprung ins Wasser sorgt bei heissem Wetter für Abkühlung.

Ein Sprung ins Wasser sorgt bei heissem Wetter für Abkühlung.

Im Schnitt ist der heisseste Tag im Jahr gemäss SRF um den 20. Juli herum. Der heisseste Tag des Jahres fiel aber auch schon auf Mitte Juni oder Ende August. Sieht man sich die Prognose oben an, müsste man dieses Jahr auf den kommenden Samstag als heissesten Tag im Jahr wetten.

Wieso wird es seit dieser Woche am Abend wieder schneller dunkler?

Sonnenuntergang am Sempachersee.

Sonnenuntergang am Sempachersee.

Den längsten Tag des Jahres haben wir eigentlich schon längst hinter uns. Trotzdem hat man derzeit nicht das Gefühl, dass es am Abend bereits früh dunkel ist. Das hat einen Grund, wie SRF Meteo erklärt:

Die Sonne erreicht im Durchschnitt um 12.26 Uhr (respektive um 13.26 Uhr Sommerzeit) ihren höchsten Punkt, den Mittagspunkt. Im Hochsommer hat sie allerdings Verspätung. Am längsten Tag des Jahres, dem 21. Juni, erreichte sie um 13.27 Uhr ihren Mittagspunkt, am Sonntag war dies um 13.32 Uhr der Fall. Seit gestern Montag steht die Sonne aber wieder früher am Mittagspunkt.

Die Folge der Verspätung: Die Tage werden zwar seit Ende Juni bereits wieder kürzer, weil die Sonne aber verspätet ist, nimmt die Tageslänge am Abend nur unwesentlich ab. Vor einem Monat ging die Sonne in Zürich um 21.27 Uhr unter, gestern verschwand sie um 21.08 Uhr. Damit gingen am Abend in den letzten Wochen erst 19 Minuten verloren. In einem Monat, also am 25. August, sinkt die Sonne aber bereits um 20.19 Uhr unter den Horizont, also satte 49 Minuten früher als gestern. Die Tage werden also jetzt schnell wieder kürzer.

Woher kommt die Wärme?

Der Atlantische Ozean hat einen grossen Einfluss auf unser Wetter.

Der Atlantische Ozean hat einen grossen Einfluss auf unser Wetter.

Dass sich der heisseste Tag des Jahres eher nicht mit dem längsten Tag des Jahres schneidet, liegt am Atlantik. Das Wetter in der Schweiz wird vom zweitgrössten Ozean der Welt beeinflusst. Das Meer wirkt dabei wie ein riesiger Wärmespeicher. Die Luftmassen, und somit auch die Temperaturen, kommen meist vom Atlantik her. Bis der Speicher jedoch aufgeheizt ist, dauert es bis Ende Juli – und das ist auch der Grund, warum der heisseste Tag des Jahres eher selten bereits im Juni ist. Dafür sorgt der gefüllte Wärmespeicher dafür, dass es bis Ende September warm bleibt.

Wie wird das Wetter am 1. August?

Am 1. August rechnen die Meteorologen mit heissem Sommerwetter.

Am 1. August rechnen die Meteorologen mit heissem Sommerwetter.

Gemäss Meteonews soll es am Samstag vor allem eins werden – heiss. In Luzern und Zürich werden Temperaturen bis 34 Grad erwartet, in Basel soll das Thermometer sogar auf 35 Grad steigen. Bern befindet sich mit 33 Grad auch im Hochsommerbereich. «Es ist aufgrund der Prognosen sehr wahrscheinlich, dass der heisseste Tag des Jahres 2020 auf den 1. August fallen wird», sagt Klaus Marquardt von Meteonews gegenüber watson. Wir können uns also auf einen wunderbar schönen Nationalfeiertag freuen.

Darf ich überall in der Schweiz ein Feuer machen?

Noch gibt es kein Feuerverbot am 1. August.

Noch gibt es kein Feuerverbot am 1. August.

Die grossen Feiern rund um den Nationalfeiertag der Schweiz fallen aufgrund des Verbots von Grossveranstaltungen infolge des Coronavirus mehrheitlich aus. Viele wollen jedoch nicht auf das 1.-August-Feuerwerk verzichten – deshalb zieht es wohl Herr und Frau Schweizer in die Feuerwerksverkaufsstellen.

Bis anhin wurde noch kein Feuerwerksverbot ausgesprochen. Es wird jedoch in einigen Kantonen dazu aufgerufen, sorgfältig mit Feuer im Wald, in Waldesnähe oder im Freien umzugehen. Dazu zählen zum Beispiel Basel, Genf und Luzern. Die ganze Übersicht finden Sie hier.

Marquart von Meteonews betont: «Im alpennahen Gebiet gab es immer mal wieder Niederschläge, da sollte das Risiko für ein Feuerverbot nicht allzu gross sein. In Basel und der Nordwestschweiz hingegen wurden wenige Niederschläge verzeichnet – was die Situation einer Waldbrandgefahr natürlich erhöht. Es muss aber der Entscheid der Behörden abgewartet werden.»

Und was prophezeiten eigentlich die Wetterfrösche?

Die Muotathaler Wetterschmöcker.

Die Muotathaler Wetterschmöcker.

Die Muotathaler Wetterschmöcker haben sich im April zu den Sommermonaten geäussert. Martin Holdener, der seine Prognose machte, nachdem er die Bäume beobachtet und umarmt hatte, wie er selber betont, sagte damals: «Juli: Das schöne Wetter hält an und es wird immer heisser. Die Wirte müssen das Bier mit Eiswürfeln servieren und es wird immer noch heisser. Am 1. August braucht es kein Feuerwerk, weil es regnet dann.» (cki)

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