Schweiz

78 Prozent: Auslandschweizer erteilen Begrenzungsinitiative deutliche Abfuhr

Das rote «Abstimmungsbüechli» traf bei vielen Auslandschweizern zu spät ein. (Symbolbild)

Das rote «Abstimmungsbüechli» traf bei vielen Auslandschweizern zu spät ein. (Symbolbild)

Unter Schweizerinnen und Schweizern, die im Ausland leben, fand die Begrenzungsinitiative noch deutlich weniger Zuspruch als bei ihren Landsleuten zu Hause. Jedoch war die Stimmbeteiligung viel geringer.

(gb.) Am Sonntag hatten 62 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer der Begrenzungsinitiative der SVP eine Absage zeigt. Wie die Auslandschweizer-Organisation (ASO) am Montag mitteilte, war die Ablehnung unter den Schweizerinnen und Schweizern, die im Ausland leben, noch viel stärker: 78 Prozent sagten Nein.

Damit folgten die Auslandschweizer der Empfehlung des Auslandschweizerrats, der im Juni die Nein-Parole beschlossen hatte. Der Rat fürchtete unter anderem, dass die Annahme der Initiative negative Konsequenzen für Auslandschweizer hätte. Denn das Freizügigkeitsabkommen, welches die SVP ausser Kraft setzen wollte, erlaubt es Schweizer Staatsangehörigen innerhalb der EU zu arbeiten. Auch die Anerkennung von Diplomen und beruflichen Qualifikationen ist über das Abkommen geregelt.

Nicht mithalten konnten die Auslandschweizerinnen und -schweizer bei der Stimmbeteiligung. Während diese im Inland 59 Prozent betrug, stimmten im Ausland nur 31 Prozent ab. Das war aber nicht selbstverschuldet. Wie die ASO in ihrer Mitteilung schreibt, hatten viele Auslandschweizer die Abstimmungsunterlagen nicht rechtzeitig erhalten. Unter den in Australien und Neuseeland lebenden Schweizerinnen und Schweizern etwa waren es nur 10 Prozent.

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