Der Bund erwartet in diesem Jahr erneut rund 40'000 Flüchtlinge in der Schweiz. Angesichts dieser Zahlen wird das Grenzwachtkorps um 84 Vollzeitstellen aufgestockt.

Nicht genug, findet der Aargauer GLP-Nationalrat Beat Flach. Er schlägt deshalb vor, Geld aus dem Armee-Budget in den Ausbau des Grenzschutzes zu stecken. «Nachdem die Anschaffung der Fliegerabwehr Bodluv sistiert wurde, hat die Armee aktuell keinen Bedarf an so viel Geld», sagt Flach gegenüber «SonntabsBlick».

Statt jetzt dort Millionen auf Vorrat zu sprechen, die wenn überhaupt für unnötige Beschaffungen ausgegeben werden, sollee man das Geld «dort einsetzen, wo es gebraucht wird.» Das sei beim Grenzschutz der Fall.

Flach beruft sich auf Informationen aus dem Grenzwachtkorps: «Ich höre von Grenzwächtern immer wieder, dass sie vor allem mit der Kontrolle von zurückkehrenden Einkaufstoursiten und Bürokratie beschäftigt sind. Sie kommen gar nicht mehr dazu die Grenzen zu sichern», so der Vizepräsident der Aargauer Grünliberalen.

Er wird am Montag in der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats beantragen, von 2018 bis 2020 je 200 Millionen vom Armeebudget abzuzwacken und dem Grenzwachtkorps zu geben. Damit soll dieses personell aufgestockt werden und Investitionen in Ausrüstung und Infrastruktur tätigen.