Der italienische Politiker Vittorio Sgarbi reiste am 18. September mit der Swiss von Rom nach Genf. Auf dem Eineinhalb-Stundenflug kann eigentlich nicht allzu viel schief gehen, könnte man zumindest meinen. 

Denn der schillernde Politiker hat nach eigenen Angaben eine Horror-Reise erlebt. In einem Facebook-Video rechnete er nach der Ankunft in Genf mit unserer nationalen Fluggesellschaft Swiss ab. 

Sgarbis Abrechnung mit der Swiss im Video.

Sgarbis Abrechnung mit der Swiss im Video.

Steward klopfte an WC-Türe

In seinem Video schildert Sgarbi eine skurille Situation an Bord. Er habe während seiner Reise ein dringendes Bedürfnis verspürt. Weil er in der vierten Reihe der zweiten Klasse sass, habe er sich in das vordere WC des Fliegers begeben.

Das erwies sich im Nachhinein als Fehler, weil die Toilleten im vorderen Teil des Flugzeugs für die erste Klasse reserviert waren. 

Anstatt den Italiener in Ruhe sein Geschäft verrichten zu lassen, wollte ein pflichtbewusster Swiss-Steward Sgarbi durch die Türe hindurch auf seinen Fehler aufmerksam machen.

Der Politiker beschreibt die Situation in seinem Video so: «Die <männliche Hostesse> hat an die WC-Türe geklopft. So laut wie die Nazis, als sie die Juden holen gingen.»

«Gibts Scheisse erster Klasse und Scheisse zweiter Klasse?»

Zuerst liess sich Sgarbi nicht stören. Doch der Steward liess offenbar nicht locker und holte Verstärkung. Die Flugbegleiter haben dem Fluggast in «überheblicher Weise» mitgeteilt, dass er das WC in der zweiten Klasse benützen müsse.

Sgarbi kann das nicht verstehen. Im Video ereifert er sich: «Was soll das? Gibts jetzt Scheisse erster Klasse und Scheisse zweiter Klasse?»

Weil der Italiener sich offenbar weigerte, sein Geschäft zu unterbrechen, drohten im die Flugbegleiter mit der Polizei. 

Besonders verärgert ist Sgarbi darüber, dass ihn keiner der Stewards vorher darüber informiert hatte. «Ich war am Scheissen, wollte weiter Scheissen, am liebsten hätt ich dem Typen auf den Kopf geschissen. Im Fliegen ist das schwierig.»

«Fliegen Sie nie mehr mit der Swiss»

Am Ende seines Wutausbruchs gab der Politiker seinen Zuhörern etwas auf den Weg: «Ich gehe nie mehr auf einen Swiss-Flug und ich empfehle Ihnen, das Gleiche zu tun: Fliegen Sie nie, nie mehr mit der Swiss. Ist das klar?»

Die Swiss äusserte sich gegenüber dem «Blick» zum Vorfall: «Wir bedauern, dass Herr Sgarbi auf seinem SWISS-Flug ein derart unangenehmes Erlebnis hatte.» Die Fluggesellschaft klärt die Situation intern ab.