Gemeindeversammlung

Abwassergebühren sollen «leicht» gesenkt werden

An der Gemeindeversammlung in Bergdietikon dreht sich alles um Zahlen. (Bild: Archiv)

Blick in eine Ratsversammlung (Archiv)

An der Gemeindeversammlung in Bergdietikon dreht sich alles um Zahlen. (Bild: Archiv)

Die Rechnung 2008 und die Abwassergebühren stehen im Mittelpunkt der Bergdietiker «Gmeind».

An der Gemeindeversammlung in Bergdietikon vom kommenden Montag dreht sich (fast) alles um Zahlen. Der positive Rechnungsabschluss 2008 trug zu einer weiteren Verbesserung der Finanzlage bei, wie Gemeindeammann Paul Meier betont. So konnten die langfristigen Schulden im vergangenen Jahr von 9,3 auf 6,5 Millionen Franken reduziert werden. In der Zwischenzeit wurden noch einmal 1,5 Millionen Franken getilgt.

Das Eigenkapital hat die Gemeinde 2008 um 750 000 Franken auf 1 Million aufgestockt. Davon könne Bergdietikon, so Meier, in schlechteren Zeiten «falls nötig» profitieren. Neben dem Aufbau des Eigenkapitals diente der «Überschuss» dazu, indirekte Abschreibungen von rund 100 000 Franken und vorausgenommene Abschreibungen von 776 000 Franken zu tätigen. Dadurch werden zukünftige Rechnungen entlastet.

«Insgesamt zufrieden stellend»

Meier bezeichnet das Rechnungsergebnis als «insgesamt zufrieden stellend». Die Abweichungen gegenüber dem Budget seien nachvollziehbar: «Zum guten Resultat haben sowohl Mehreinnahmen als auch Minderausgaben beigetragen.» Allein bei den Aktiensteuern gingen 1,3 Millionen Franken mehr ein als budgetiert. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern wurde der veranschlagte Wert dagegen um 600 000 Franken unterschritten. Der Grund: Im Zuge der Aufarbeitung der Pendenzen im Steueramt im Jahr 2007 trafen im Folgejahr weniger Nachträge ein als ursprünglich noch budgetiert.

Gegenüber der Laufenden Rechnung 2007 stieg der Gesamtnettoaufwand der Gemeinde letztes Jahr um rund 200 000 Franken. Auf den happigsten Posten hatte die Gemeinde selbst indes keinen Einfluss: Die Ausfinanzierung der Aargauischen Pensionskasse bei verschiedenen Verbänden sorgte für (budgetierte) Mehrkosten von über 200 000 Franken. Die Kosten für die allgemeine Verwaltung 2008 sanken um rund 7 Prozent. Ausserdem waren die Ausgaben für die soziale Wohlfahrt markant tiefer, so Meier.

Neben der Genehmigung der Verwaltungsrechnung beantragt der Gemeinderat den Stimmberechtigten eine Senkung der Abwassergebühren. Und zwar von bisher Fr. 1.80 pro Kubikmeter Frischwasser auf Fr. 1.30. Die neuen Gebühren würden erstmals 2010 nach der Ablesung der Zähler für die Abrechnungsperiode 1. September 2009 bis 31. August 2010 erhoben.

Laut dem Gemeinderat hat sich die finanzielle Situation der Abwasserbeseitigung als eigenwirtschaftlichem Betrieb in den letzten Jahren «stetig gebessert». Bemerkbar machten sich dabei die guten Rechnungsergebnisse sowie beträchtliche Einnahmen aus Anschlussgebühren. Per Ende 2008 betrug das Guthaben der Abwasserbeseitigung fast 500 000 Franken. Eine «leichte Senkung» der Benützungsgebühren sei «in Anbetracht des aktuellen Finanzplanes angebracht». Die Anschlussgebühren bleiben gemäss dem Antrag des Gemeinderats unverändert.

Besoldung bleibt unverändert

Zurückhaltung legt der Gemeinderat in eigener Sache an den Tag. Er beantragt der Gemeindeversammlung, die Besoldungsansätze in der neuen Amtsperiode 2010-2013 auf dem bisherigen Stand zu belassen. Demnach würde der Gemeindeammann weiterhin mit 26 000 Franken im Jahr entschädigt, der Vizeammann mit 22 000 Franken und die weiteren Mitglieder des Gemeinderats mit jeweils 20 000 Franken. - Im Weiteren wird die «Gmeind» über zwei Kreditabrechnungen, den Rechenschaftsbericht 2008 und Einbürgerungen befinden. (wi)

Einwohnergemeindeversammlung:
Montag, 22. Juni 2009, 20 Uhr, Turnhalle.

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