Schweiz

Ärger um Federers Villa-Pläne: Verein fordert öffentlichen Seezugang

Auf dieser Wiese in Rapperswil-Jona wollen Federers bauen.

Auf dieser Wiese in Rapperswil-Jona wollen Federers bauen.

Tennisprofi Roger Federer hat vor kurzem ein Grundstück direkt am See in Rapperswil-Jona gekauft. Ein Verein verlangt nun den öffentlichen Zugang zum Uferbereich.

(mim/watson.ch) Im Juli hat sich Roger Federer ein 16 000 Quadratmeter grosses Grundstück direkt am See in Rapperswil-Jona (SG) gegönnt. Federer plant, sich dort ein neues Zuhause aufzubauen – und verärgert damit den Verein Rives Publiques, der sich für den freien Zugang zu den Ufern der Seen und Wasserläufe in der Schweiz einsetzt.

Victor von Wartburg, Gründungspräsident von Rives Publiques, verlangt vom ATP-Weltranglisten-Dritten den öffentlichen Zugang zum Uferbereich seines Grundstücks. Primär möchte der Verein jedoch mit Federer auf sein Anliegen aufmerksam machen, da die Erfolgschancen wohl verschwindend klein sind. Gegenüber dem «Blick» äusserte sich von Wartburg vergangenes Jahr folgendermassen: «Mein Ziel ist es, der Schweizer Bevölkerung den Zugang zu ihrem Eigentum zurückzugeben.»

Die Rechtsprechung zu solchen Fällen ist jedoch sehr umstritten. Federer, der ohnehin weltweit ein sehr hohes Ansehen geniesst, dürfte nicht unbedingt grosses Interesse daran haben, sich dem Verein zu beugen. Doch genau darin liegt laut «Blick» von Wartburgs Hoffnung. Sowohl der Tennis-Star als auch die politischen Behörden der Gemeinde haben sich bisher nicht zu den Forderungen geäussert.

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