Ostschweiz

Alle Vorstellungen abgesagt: Vorläufiges Aus für den Zirkus von Beat Breu

Die Freude von Beat Breu über seinen eigenen Zirkus war von kurzer Dauer – der St.Galler hat alle Vorstellungen abgesagt.

Die Freude von Beat Breu über seinen eigenen Zirkus war von kurzer Dauer – der St.Galler hat alle Vorstellungen abgesagt.

Das Zirkus-Abenteuer des früheren Weltklasse-Radrennfahrers Beat Breu stand von Anbeginn an unter einem schlechten Stern. Nun zieht die Velolegende die Notbremse – zumindest vorerst.

(dwa) Er war einer der besten Radrennfahrer, den die Schweiz je hatte: Beat Breu. Nach seiner Aktivkarriere hingegen ging es für den einstigen «Bergfloh» aus St.Gallen nur noch abwärts: Unter anderem als Komiker und Betreiber eines Bordells im Wildwest-Stil sorgte Breu unfreiwillig für viele hämische Kommentare und Schlagzeilen.

Nun scheint ein weiterer Versuch des 61-Jährigen, sich beruflich wieder aufzurappeln, im Desaster zu enden: Wie der «Blick» berichtet, hat Breu sämtliche Vorstellungen seines erst kürzlich gestarteten Zirkus abgesagt.

Spannend, aber mit Steigerungspotenzial: So war Beat Breus erste Zirkusvorstellung

Spannend, aber mit Steigerungspotenzial: So war Beat Breus erste Zirkusvorstellung (5. August 2019)

Vom Profi-Radrennfahrer zum Zirkusdirektor: Beat Breu erfüllte sich einen grossen Traum. Sein Zirkus "Circus Beat Breu" feierte in Winterthur Premiere. Mit dabei: Viele seiner Freunde und Bekannten.

Belogen, beleidigt und sabotiert?

Hintergrund für das Tournée-Aus soll ein Streit mit einem Deutschen sein, der Breu Zelt, Wagen und Artisten zur Verfügung stellte, wie das Blatt berichtet. Laut Schilderungen von Breus Frau sei das Ehepaar belogen und beleidigt und Breus Programm sabotiert worden. Breu selbst nahm gegenüber dem «Blick» keine Stellung. Das Ganze gehe ihm so nahe, dass er nicht imstande sei, darüber zu sprechen, habe seine Gattin verlauten lassen.

© Keystone

Besuch vom Arbeitsinspektorat

Beat Breus Zirkus hatte kurz nach der Premiere, die Anfang August in Winterthur stattfand, bereits für Schlagzeilen gesorgt. Polizei, Zoll und das Schaffhauser Arbeitsinspektorat statteten dem Zirkus einen Besuch ab. Dabei ging es laut Angaben der Behörden unter anderem um eine arbeitsrechtliche Untersuchung, die allerdings keine gravierenden Missstände zutage führte.

Der bisherige Partner Beat Breus aus Deutschland wies die von Beat Breus Frau im «Blick» erhobenen Vorwürfe umgehend zurück. Das Problem sei, dass keine Zuschauer in den Zirkus gekommen seien. Das Ganze sei Beat Breu über den Kopf gewachsen. Gemäss Angaben des Blattes will Breu seinen Zirkustraum allerdings nicht ganz beerdigen: Er wolle noch in dieser Saison mit einem kleineren Zelt zurückkehren.

SRF berichtete über Breus Zirkustraum

Als Betreiber eines Bistros im «Royal» hatte Beat Breu bereits Zirkusluft geschnuppert. In der Folge beschloss er, einen eigenen Zirkus zu gründen. Einen Teil des Gelds holte er per Crowdfunding rein. Das Schweizer Fernsehen widmete dem 61-Jährigen und seinen Zirkusträumen vor einigen Monaten einen Beitrag in der Reihe «Reporter»:

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