Frauenstreik

Angriff auf Martullo Blocher: Aktivistinnen verschmieren Eingang der Ems Chemie

SVP-Nationalrätin und CEO der Ems Chemie, Magdalena Martullo Blocher, ist spätestens seit ihren Äusserungen zum geplanten Frauenstreik vom 14. Juni ein rotes Tuch für Frauenrechtlerinnen.

In der Nacht auf Mittwoch wurde diese Wut nun in Vandalismus umgesetzt: Den Eingangsbereich der Ems Chemie in Männedorf ZH haben Aktivistinnen der Gruppe «Kämpfende Streikerinnen» mit roter Farbe verschmiert.

Der verschmierte Eingang der Ems Chemie.

Der verschmierte Eingang der Ems Chemie.

Den Unbekannten hatte offenbar missfallen, dass Frau Martullo Blocher mit Kündigungen gedroht hat, falls sich Mitarbeiter ihrer Firma dem Frauenstreik anschliessen. Da half offenbar auch nicht, dass Martullo Blocher selber eine Frau ist.

Die Kantonspolizei hat unterdessen mit den Ermittlungen begonnen. Die Täterinnen haben sich in einem Schreiben, welches auch watson vorliegt, zur Tat bekannt.

Strafanzeige

Am frühen Mittwochabend nimmt auch Ems Chemie Stellung zum Vorfall. Man habe Strafanzeige wegen Sachbeschädigung eingereicht, teilt der Spezialchemiekonzern mit. Der Vorfall sei speziell vor dem Hintergrund bedauerlich, dass Gewalt die Anliegen der Frauen nicht unterstütze.

Laut der Mitteilung wurde Konzernchefin Magdalena Martullo von "verschiedenen Medien" falsch zitiert mit Aussagen zum Frauenstreik vom kommenden Freitag.

Richtig sei, dass Martullo gegenüber der "Schweiz am Wochenende" gesagt habe, Mitarbeitende könnten "selbstverständlich im Rahmen der Jahresarbeitszeit oder über Ferien" am Frauenstreik teilnehmen. Laut Kollektivarbeitsvertrag seien die Vertragsgewerkschaften aber allgemein verpflichtet, keine Mobilisierungsaktionen für Streiks im Betrieb durchzuführen.

(aeg/edi/sda)

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