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Aargau
Bankomat in Nussbaumen gesprengt – Täter auf der Flucht

In der Nacht auf Dienstag sprengten Unbekannte in Nussbaumen (AG) einen Bankomaten der Kantonalbank. Es entstand grosser Schaden, ob Bargeld erbeutet wurde, war zunächst noch nicht klar.

Alesssandro Crippa, Pirmin Kramer
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Kurz vor 02.30 Uhr, meldeten mehrere Anwohner gegenüber der Aargauer Kantonspolizei in Nussbaumen, dass sie soeben einen lauten Knall gehört hätten. Es dürfte etwas gesprengt worden sein. Zur gleichen Zeit ging bei der Notrufzentrale ein Alarm aus der Aargauischen Kantonalbank an der Schulstrasse ein.

Die Täter sind nach ersten Angaben flüchtig, obschon die Aargauer Kantonspolizei intensiv nach ihnen fahndet. Die Täter konnten mit Bargeld flüchten. Wie viel Geld sie erbeuten konnten, ist aktuell noch nicht bekannt.

Der Morgen danach. Die Bilder zeigen das Ausmass der Sprenung. Die Mitarbeitenden der Aargauischen Kantonalbank können bis auf Weiteres nicht vor Ort arbeiten.
19 Bilder
Dieses Bild zeigt die Eingangstüre der gegenüberliegenden Bäckerei Frei, die ebenfalls zerstört worden ist.
Die Filiale der AKB wurde zerstört. Die Täter konnten mit Bargeld flüchten.
Die Spurenfahnder sind auch am Morgen nach der Sprengung noch mit einem Grossaufgebot im Einsatz.
Die Filiale der AKB wurde zerstört. Die Täter konnten mit Bargeld flüchten.
So sieht es aktuell in Nussbaumen bei der Filiale der Aargauischen Kantonalbank aus.
In der Nacht auf den Dienstag, 4. Mai wurde in Nussbaumen ein Bankomat gesprengt.
Fachpersonen der Spurensicherung sind vor Ort.
Der Schaden ist immens.
Die Spurensicherung ist vor Ort.
Betroffen ist die Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Nussbaumen.
Ereignet hat sich die Sprengung beim Einkaufszentrum Markthof im Zentrum von Nussbaumen AG.
Ob und wie viel Geld erbeutet wurde, ist noch nicht bekannt.
Die Spurensicherung ist im Einsatz.
Die Spurensicherung ist im Einsatz.
Die Filiale der AKB wurde zerstört.
Die Ermittler sichern Spuren.
Der Sachschaden ist immens.
Im Bereich des Markthofs in Nussbaumen ist die Zerstörung enorm.

Der Morgen danach. Die Bilder zeigen das Ausmass der Sprenung. Die Mitarbeitenden der Aargauischen Kantonalbank können bis auf Weiteres nicht vor Ort arbeiten.

Pirmin Kramer

Die Zerstörungskraft der Sprengung ist indes enorm, wie erste Bilder vom Tatort zeigen. Der Sachschaden beläuft sich auf über 100'000 Franken. Das bestätigt die Aargauische Kantonalbank auf Anfrage der AZ. Seitens der Bank ist es aktuell nicht angedacht, das Sicherheitsdispositiv zu erhöhen, auch wenn dies in jedem vergleichbaren Fall wieder diskutiert würde. Wenn jemand heutzutage einen Bankomaten sprengen will, könne er oder sie das mit grosser Wahrscheinlichkeit tun.

Die Geschäftsstelle in Nussbaumen bleibt bis auf Weiteres geschlossen, alle Mitarbeitenden erledigen ihre Aufgaben aktuell im Homeoffice.

Täterschaft flüchtete mit dem Motorrad

Eine Frau, die direkt oberhalb der Bank wohnt, erzählt: «Um 2.28 Uhr knallte es gewaltig. Das ganze Haus wackelte! Ich dachte: Es ist ein Erdbeben. Kurze Zeit später ein zweiter Knall, nicht mehr ganz so laut. Ich erschrak so sehr, dass es mir die Stimme verschlug, ich konnte nicht mehr sprechen. Ich schaute aus dem Fenster und sah zwei Personen mit Motorrädern davonfahren.

Polizei sucht Zeugen

Die Kantonspolizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Personen die Feststellungen zur fraglichen Tatzeit gemacht haben oder Angaben zur Täterschaft oder deren Flucht machen können, sind gebeten, sich telefonisch bei der Dezentralen Ermittlung Nord in Baden (Tel. 056 200 11 11) zu melden. Weiter von Interessen sind private Videoüberwachungen, welche allenfalls zum Tatzeitpunkt Aufnahmen gemacht haben könnten.

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