Baubewilligung für Löwen-Areal

27 Seiten umfasst die Baubewilligung für die beiden Wohnhäuser auf dem Löwen-Areal. Sofern die Einsprecher das Verfahren nicht an den Kanton weiterziehen, will Bruno Kuhn die Anlage im Wert von 9,3 Millionen Franken so schnell wie möglich realisieren.

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Aargauer Zeitung

Dieter Minder

Drei Objekte umfasst die Neugestaltung des Löwen-Areals in Oberrohrdorf. Davon ist eines, das Restaurant, bereits fertig und wieder offen. Dagegen stiessen das Wohn- und Geschäftshaus an der Badenerstrasse und das Mehrfamilienhaus auf heftige Opposition. Kritisiert wurde vor allem das gegenüber den benachbarten Einfamilienhäusern grosse Bauvolumen.

Bereits der erforderliche Gestaltungsplan wurde in dieser Richtung angefochten. Er ist rechtskräftig. «Die beiden Häuser entsprechen vom Volumen her dem Gestaltungsplan», sagt Gemeindeammann Hano Schaerer. Dies hält auch der Badener Architekt Emanuel Schoop in seinem Gutachten fest. Damit waren die Voraussetzungen für die Baubewilligung gegeben, der Gemeinderat hat sie erteilt.

Einsprachen abgewiesen

Im Baubewilligungsverfahren wurden teilweise dieselben Argumente gegen die Überbauung ins Feld geführt wie im Gestaltungsplanverfahren. «Es wurden Einsprachen zurückgezogen, zwei haben an ihrer Einsprache festgehalten», sagt Bauverwalter Bernhard Haller. Der Gemeinderat hat die Einsprachen abgewiesen. «Die Einsprecher können dagegen beim Regierungsrat eine Beschwerde einreichen.» Im Gegensatz zum Einspracheverfahren wäre das Beschwerdeverfahren aber kostenpflichtig. Noch ist die Baubewilligung nicht rechtskräftig, dies ist erst der Fall, wenn die 30 Tage dauernde Beschwerdefrist ohne Beschwerde abgelaufen ist.

Projekt wurde angepasst

An den beiden Gebäuden haben die Bauherren noch Veränderungen vorgenommen. So wurde die Westfassade des Mehrfamilienhauses versetzt. Das Haus an der Badenerstrasse wurde im Gestaltungsplanverfahren um eine Etage reduziert. Es weist drei Geschosse und ein Attikageschoss auf. Im Parterre wird die Raiffeisenbank einziehen, die in Oberrohrdorf dringend bessere Arbeitsplätze benötigt.

Ein Bach mit Bypass

Heute fliesst der Mülibach in einer Leitung quer durch das Areal. Mit dem Bau der neuen Häuser wird er, auch auf Verlangen des Kantons, oberirdisch geführt. In einem neuen Ausgleichsbecken an der Badenerstrasse wird der Bach in einen oberirdischen und einen unterirdischen Ast geteilt. Am unteren Ende des Areals, an der Hofmattstrasse, werden diese wieder vereinigt. Der unterirdische Bach dient auch als Hochwasserentlastung. Dagegen wird der oberirdische Bachlauf zur Wohnlichkeit zwischen den Häusern beitragen.

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