«Ich will nicht, dass der Zirkustraum in einem Albtraum endet», sagte Beat Breu im «TalkTäglich». Der ehemalige Rennradprofi und seine Frau Heidi waren am Mittwoch eingeladen, um über ihr geplatztes Zirkusprojekt und die folgende Schlammschlacht mit ihrem ehemaligen Geschäftspartner zu sprechen. 

Nach nur 14 Vorstellungen stellte der «Circus Beat Breu» unerwartet seinen Betrieb ein – erst am 5. August hatte er Premiere gefeiert. Grund dafür sind Unstimmigkeiten zwischen dem Ehepaar und ihrem Geschäftspartner, Adolf Lautenburg. Beide Seiten werfen sich vor, die Schuld für das Scheitern zu tragen: Lautenburg beklagt sich, er sei für die Vorstellungen und die Miete seiner Infrastruktur nicht bezahlt worden. Beat Breu wirft dem Deutschen vor, dieser wollte ihn und seine Frau loswerden und allein auf Tour gehen.

Zirkuszelt sei nicht in Topzustand gewesen

Den Vorwürfen, wonach er Adolf Lautenburg nicht bezahlt haben soll, entgegnet Breu, dass er zuerst abwarten wollte. «Wir rechnen erst jetzt ab.» Beat Breu begründet dies so: «Ich sollte 5000 Franken pro Woche für die Miete des Zirkuszeltes bezahlen und 5000 Franken pro Woche für die Zirkusnummern mit Tieren der Familie Lautenburg. Dabei war beim Zirkuszelt nicht, wie versprochen, alles im Topzustand: Der Kompressor musste, kaum das Zelt in der Schweiz angekommen, ausgewechselt werden. Und die Tiernummern wurden nicht aufgeführt, weil die Tiere in Österreich in Quarantäne stehen.»

Spannend, aber mit Steigerungspotenzial: So war Beat Breus erste Zirkusvorstellung

Eindrücke von der Premiere von «Circus Beat Breu» am Montag, 5. August 2019.

Adolf Lautenburg warf aber auch Beat Breu vor, sich nicht korrekt gegenüber den Künstlerinnen verhalten zu haben. «Beat Breu hat mit Artistinnen in der Manege Sex-Orgien gefeiert. Und jedem Rock hinterhergeschaut», sagte er dem "Blick". Auch sei er den Töchtern von Lautenburger nachgestiegen. Vorwürfe, die Beat Breu im «Blick» wie auch im «Talk» vehement zurückwirft: «Das ist alles nicht wahr.»

Der Traum ist nicht zu Ende

Beat Breu will aber nicht aufgeben: «Zirkus ist für mich noch nicht gestorben.» Er behält die Hoffnung, mit seiner Frau einen Zirkus auf die Beine stellen zu können. «Die Künstler, die bis jetzt dabei waren, würden wieder mit uns arbeiten. Wir hatten eine gute Beziehung zu ihnen». 

Auf die Frage, wo sie sich in fünf Jahren sehen, antwortet aber Heidi Breu mit Humor: «Bis dann hoffe ich schon auf Rente.»

Den gesamten «TalkTäglich» mit Beat und Heidi Breu: 

Aus für Zirkus von Beat Breu