Schweiz

Bei jedem fünften Fussballspiel kommt es zu Sachbeschädigungen

Bei rund 40 Prozent der Fussballspiele werden Pryos gezündet.

Bei rund 40 Prozent der Fussballspiele werden Pryos gezündet.

Neue Zahlen des Bundes zu gewalttätigen Ereignissen zeigen zwar, dass die meisten Eishockey- und Fussballspiele zwar friedlich ablaufen, es bei letzteren aber häufig zu Sachbeschädigungen kommt.

(agl) Das neue gesamtschweizerische Lagebild Sport (GSLS) des Bundesamts für Polizei (Fedpol) zeigt, dass in der verkürzten Saison von Juni 2019 bis Anfang März 2020 bei 40 Prozent der Fussballspiele pyrotechnische Gegenstände abgebrannt wurden. Nach knapp 22 Prozent der Spiele wurden Sachbeschädigungen rapportiert, bei 10 Prozent kam es zu Drohungen und Gewalt gegen Behörden und Beamte.

Am meisten Gewaltvorfälle gab es in der vergangenen Saison in der Super League. Das Fedpol verzeichnet bei 49 Spielen gewalttätige Ereignisse, 27 davon mit besonderer Schwere. Bei 66 Spielen gab es dagegen keine oder nur geringfügige Vorfälle. In der Challenge League kam es zu 18 Gewaltvorfällen, 97 Spiele blieben jedoch gewaltfrei.

Deutlich weniger Vorfälle gibt es rund um Eishockeyspiele. Bei fünf Prozent der Spiele haben Fans in der letzten Saison pyrotechnische Gegenstände gezündet, zu Sachbeschädigungen kam es bei rund vier Prozent, bei drei Prozent zu Tätlichkeiten. Bei 666 bewerteten Spielen kam es über die verschiedenen Ligen hinweg zu 56 gewalttätigen Ereignissen, 29 davon mit besonderer Schwere.

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