Es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt: Wenige Wochen vor der No-Billag-Abstimmung flattern dieser Tage vielen Haushalten die Billag-Rechnung ins Haus. Die 451 Franken und 10 Rappen müssen bis am 31. Januar bezahlt sein.

Auch der Aargauer Nationalrat Beat Flach hat die Rechnung erhalten. Den Zeitpunkt findet er höchst ungünstig: "Es ist kontraproduktiv, wenn man die Rechnungen ins Januarloch verschickt." sagt Flach zu "Tele M1". Der GLP-Politiker ist Mitglied des Aargauer Regionalkomitees "Nein zu No Billag". Was ihn an der Rechnung stört: Dass sie keinen Hinweis enthält, dass man auch in Raten zahlen könnte. Schliesslich gelte der Betrag für das ganze Jahr. Flach sagt: "Das passt mir gar nicht." 

Noch weniger Verständnis hat er für die neue, verkürzte Zahlungsfrist. Hatte man letztes Jahr noch fast drei Monate Zeit, muss die Zahlung jetzt bis Ende Monat getätigt sein. Daran ist jedoch nicht die Billag als Gebühreneintreiberin schuld, sondern das Bundesamt für Kommunikation (Bakom), das die Änderung vorgenommen hat. Grund sei der Wechsel von der Billag zu einer anderen Inkassofirma per 2019, sagt Bakom-Sprecherin Caroline Sauser. Ende Jahr soll die Billag-Ära abgeschlossen sein. "Die Idee ist, möglichst viele Kundendossiers abzuschliessen, damit der Übergang vom alten zum neuen System sauber gemacht werden kann", sagt Sauser.

Das Volk stimmt am 4. März über die No-Billag-Initiative ab. (mwa) 

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