Am Randes des SVP-Ehemaligen-Treffen auf dem Hof von Alt-Nationalrat Walther Glur in Murgenthal AG sagte Blocher am Dienstagmittag zum Zofinger Tagblatt: «Das Plakat ist eine Punktlandung.» Es bringe die Sache auf den Punkt. Die Schweiz werde ja zerfressen. «Wenn andere über den Stil sprechen, ist das gut.» Denn der Inhalt beisse ja. Er selber wolle nicht über den Stil sprechen, sagt Blocher.

Die aktuelle Diskussion, wonach das Maden-Sujet stark an Propaganda aus der Nazi-Zeit erinnert, kümmert Blocher wenig. Auf die Frage, ob man Gegner als Maden darstellen dürfe, sagte Blocher nur:  «Wenn jemand etwas «Grusiges» macht, dann muss man das «grusig» darstellen». Und die Schweiz kaputt zu machen, sei ja «grusig». Dann spielt er den Ball wieder den Gegnern zu: «Wenn man nicht über den Inhalt reden will, spricht man über den Stil.»

Alolf Ogi, der zweite anwesende Alt-Bundesrat, wollte sich nicht zum neusten Plakat äussern. Der ehemalige Parteipräsident Hans Uhlmann wiederum meint: «Man darf nicht dünnhäutig sein.» Die SVP müsse die Leute nun aufrütteln, vor allem die eigenen. «Ich will mich aber nicht weiter äussern, ob das aktuelle Plakat klug ist.»

Der ebenfalls anwesende Parteipräsident Albert Rösti sagte trotz der kontroversen Diskussion unter den ehemaligen SVP-Amtsträgern: «Für die Mobilisierung der Wähler ist es wichtig, dass man die Leute aufrüttelt.» Er habe auch von den Ehemaligen hier weitgehend positive Rückmeldungen erhalten, behauptet er. «Ich dachte, die Älteren seien kritischer.»