Am späten Mittwochabend kam ein Mann im thurgauischen Eschlikon nach Hause und bemerkte dabei Einbrecher in seiner Wohnung. Der Mann wurde von der unbekannten Person angegriffen und schwer verletzt.

Die genauen Umstände, wie es zum Angriff kam, sind nach wie vor unklar, da der 54-jährige Mann noch nicht habe befragt werden können. «Er ist aber ausser Lebensgefahr», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Thurgauer Kantonspolizei.

Es ist eine bedrohliche Situation, wenn sich eine fremde Person in den eigenen vier Wänden befindet. Doch wie bewahrt man trotzdem einen kühlen Kopf und reagiert richtig? Matthias Graf rät zu folgendem Verhalten:

  • Nicht den Helden spielen und sich dem Einbrecher in den Weg stellen oder ihn gar festhalten wollen. Der Einbrecher ist selber in einer Stresssituation, will flüchten und kann daher unberechenbar reagieren.
  • Erstes Ziel ist immer, sich selber schützen.
  • Von einem sicheren Ort aus möglichst rasch die Polizei (Tel. 117) verständigen.

Suchen keine Konfrontation

Einbrecher seien ja gerade deshalb bei Dämmerung und in Abwesenheit der Bewohner unterwegs, weil sie keine Konfrontation suchten, sagt Matthias Graf weiter. «Es kommt deshalb auch sehr selten vor, dass Einbrecher bei ihrer Tat überrascht werden.» Als Grundsatz gelte: «Sachwerte können ersetzt werden, das eigene Leben nicht.»

Als Bewohner dürfe man den Einbrecher nicht einfach tätlich angreifen. Erlaubt ist gemäss Gesetz, eine Person, die eine Straftat begangen hat, bis zum Eintreffen der Polizei zurückzuhalten. Notwehr könne erst dann geltend gemacht werden, wenn man sich gegen einen körperlichen Angriff des Einbrechers wehren müsse.

In diesem Bereich gelte zusätzlich die Verhältnismässigkeit. Greife der Einbrecher mit der blossen Faust an, dürfe man beispielsweise nicht einfach ungestraft auf ihn schiessen.