In der Vernehmlassung waren fast alle Parteien dafür, das auf acht Jahre befristete Programm für familienergänzende Kinderbetreuung bis 31. Januar 2015 zu verlängern. Der Bundesrat wollte dafür 140 Millionen Franken einsetzen.

Am Mittwoch hat die Regierung nun eine Botschaft verabschiedet, in der sie sich für die Verlängerung um vier Jahre ausspricht. Dies "angesichts der positiven Vernehmlassungsergebnisse", wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mitteilte.

Allerdings hat der Bundesrat seinen ursprünglichen Vorschlag stark redimensioniert. So will er nur noch 80 Millionen Franken einsetzen und sich auf Kinder im Vorschulalter beschränken. Tagesschulen und Mittagstische für Schulkinder würden also nicht mehr unterstützt.

In der Medienmitteilung verweist das EDI auf das HarmoS-Konkordat, das die Kantone verpflichte, ein angemessenes Angebot an schulergänzender Betreuung anzubieten. Deshalb sei es "sinnvoll", wenn der Bund nur Kinder im Vorschulalter unterstütze.

Zudem sollen nur noch neue Betreuungseinrichtungen Geld bekommen, nicht aber bestehende Krippen, die ihr Angebot ausbauen.

Das Impulsprogramm für familienergänzende Kinderbetreuung war ursprünglich auf acht Jahre befristet: von 2003 bis 2011. Mit seiner Hilfe konnten bisher - also innert sieben Jahren - 25'000 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Und bis 2011 sollen für 190 Millionen Franken etwa 33'000 weitere entstehen.