Café fédéral
Der talentierte Herr Aebischer

Vereine sind das Rückgrat der Schweiz. Auch im Parlament gibt es einige Vereinsmeier, aber niemand mit einem so facettenreichen Portfolio wie der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer.

Benjamin Rosch
Benjamin Rosch
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Auch für den FC Nationalrat ein Gewinn? Matthias Aebischer (l.), hier im Zusammenspiel mit Christian Wasserfallen.

Auch für den FC Nationalrat ein Gewinn? Matthias Aebischer (l.), hier im Zusammenspiel mit Christian Wasserfallen.

Philipp Schmidli / | Fotografie / PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

Vereine halten das Land zusammen, sorgen für Ausgleich und Austausch. Das wissen nicht zuletzt Parlamentarierinnen und Parlamentarier: Kaum jemand schafft es zu politischen Würden ohne Ehrenamt. Und weil sie die Vereinsarbeit so schätzen, gründen sie untereinander munter weiter kleinere und grössere Gemeinschaften. Vor etwa fünfzig Jahren gab es nur ein dutzend parlamentarische Gruppen. Heute ist die Liste darüber ein 175 Seiten starkes Dokument.

Der grösste Vereinsmeier ist der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer. Er bringt es auf satte 45 Mitgliedschaften. Aebischer ist vielseitig interessiert und talentiert. Er beschäftigt sich mit der cultura rumantscha und Komplementärmedizin, hat ein Herz für Tiere und ist aktiv in der Gruppe der Pfadfinder. Er kickte schon im Sturm für den FC Nationalrat, gehört zum Ensemble der Bundeshaus-Band und ist in Bern besorgt um eine Prise «Italianità».

Nicht nur Digitale Nachhaltigkeit ist ihm wichtig, sondern auch eine vernünftige Fanpolitik, die Bergberufe und natürlich das Vermitteln der Funktionsweise von Brot. Da mag es kaum zu überraschen, dass der vielschichtige Herr Aebischer den Verein «Weiterbildung» präsidiert.

Das Parlament kann sich glücklich schätzen, einen solch breit abgestützten Politiker in seinen Reihen zu wissen. Freilich, sofern Matthias Aebischer neben so viel Engagement überhaupt noch Zeit für die Politik findet.

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