Café Fédéral
Von Danzig nach Morgarten: Eine kleine Geschichtsstunde mit Thomas Aeschi

Via Twitter lässt uns der SVP-Fraktionschef an seiner Osteuropa-Reise teilnehmen – und klärt dabei über die dynamische Vergangenheit der Region auf. Zuhause in Zug ist die Geschichte weniger aufregend.

Christoph Bernet
Christoph Bernet
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Thomas Aeschi (SVP) am 27. Mai 2019 in Luzern.

Thomas Aeschi (SVP) am 27. Mai 2019 in Luzern.

Nadia Schärli

Der Zuger Nationalrat und SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi verbringt derzeit seine Sommerferien in Osteuropa. Auf Twitter ergänzt er seine Reisefotos durch einen kurzen Überblick der Geschichte der von ihm besuchten Städte. In der wechselvollen und oft kriegerischen Vergangenheit Osteuropas änderte sich deren Staatszugehörigkeit oft.

So lernen wir etwa, dass das polnische Gdańsk (Danzig) von 1308 bis 1454 unter der Herrschaft des Deutschen Ordens stand. Oder dass Košice (Kaschau) in der heutigen Slowakei 1938 nach dem «Wiener Diktat», einem Schiedsspruch von Richtern aus NS-Deutschland und Mussolini-Italien, von der Tschechoslowakei an Ungarn abgetreten werden musste.

In Aeschis Heimat, dem Kanton Zug, ist die territoriale Zugehörigkeit hingegen schon länger stabil. Mit dem Erhalt der Reichsfreiheit endete 1415 die habsburgische Herrschaft endgültig. Zug wurde zum vollwertigen Mitglied der Eidgenossenschaft.

Einen kleinen Territorialdisput lieferte sich Zug im Anschluss an die 600-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft 1891 mit dem Kanton Schwyz. Der Disput drehte sich um die Frage, auf wessen Boden die Schlacht von Morgarten von 1315 stattgefunden hatte - und wo folgerichtig das Schlachtendenkmal errichtet werden soll. Am Ende setzten sich die Zuger durch. Aus Thomas Aeschis Sicht ist das wohl zweitrangig: Hauptsache Morgarten liegt weiterhin nicht in der EU.

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